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06
Januar
Klaro
So klar ist das mit den Klarträumen nicht. Ich soll mich aus meinem Körper herausrollen, um mich dann selbst zu sehen. Aha. Klarträumen geht wohl nur, wenn man unklar denken kann. Aber wie lernt man das? Tutorials failen noch mehr als üblich.

 
 
30
Dezember
Fantasterei
Fantasy lehne ich häufig ab, mit dem Argument, dass sie mir zu phantasievoll sei. Alles geht, weil immer irgendeine Magie aus dem Hut gezaubert werden kann, die man gerade braucht. Warum mag ich dann die beiden völlig abgedrehten Spiderverse Filme so sehr? Weil hier die Phantasie ins Extreme überschießt, in jedem Frame eine Idee steckt, aber die Motivationen und Lösungen, die die Plots anbieten sind aber doch viel nachvollziehbarer als in der wunderschöne und mystische Fremdheit der Studio Ghibli Filme.

 
 
15
Dezember
Rationalistische Träumer
Nicht nur Lex Friedman, dieser ganze Kreis der Valley Neurophilosophen, ja vermutlich die ganze Tech Welt im Valley sind rationalistische Hippies. Das weiß man, aber ich verstehe beim Hören von Podcasts, wo ich genau in diese Ecke gerutscht bin, immer mehr, was das konkret bedeutet: Die Freiheit, neugierige, wilde Fragen zu stellen, die es so in der Wissenschaft nicht gibt und eine nerdige Art, diese Fragen rational-technizistisch zu beantworten. So sollte Wissenschaft sein, ist es aber nur noch selten - so wird oft bejammert. In absoluten Zahlen gibt es aber vielleicht sogar mehr verrückte Träumer in der Wissenschaft als früher, einfach weil es so viel mehr Wissenschaftler gibt.

 
 
04
Dezember
Krig und Fride
Lex Fridman redet mit Elon Musk über Krieg und Frieden.
Die Themen, bei denen Elon emotional wird, sind immer weniger die Ingenieursthemen, immer mehr die Themen der Humanität. Ein Mensch, der wirkt wie ein Roboter und der in einem Jahr humanoide Roboter bauen will, die mit Nadeln nähen können, wird bei seinen Themen still und nachdenklich, es wirkt nicht wortkarg, es wirkt ein wenig so, als wisse er nicht mehr, was in seinen Firmen im Detail geschieht, was total nachvollziehbar wäre, wenn er nicht versucht hätte, den gegenteiligen Ruf aufzubauen.
Lex Fridman mag ich mittlerweile. Ich beharre darauf, kein Fan zu sein, aber das bin ich sowieso von fast gar nichts. Lex Fridman kitzelt mit seiner nerdig kindlichen Wärme im Gewand der slawischen Härte mehr heraus als andere.

https://www.youtube.com/watch?v=JN3KPFbWCy8

 
 
30
Oktober
Bonmontag
Bonmonts sind ja out. Shaw und Wilde haben den Bedarf daran vollständig befriedigt.
Deshalb kann man an jede Wand einen passenden Spruch von einem der beiden hängen.
Hier besonders passend, ich lernte dass dieses Bonmot beim Spotify CEO an der Wand hängt, von Shaw:

"The reasonable man adapts himself to the world: the unreasonable one persists in trying to adapt the world to himself. Therefore all progress depends on the unreasonable man."

 
 
14
Oktober
Genderklischees
Männlich gelesene Wesen gelten eher als performanceorientierte Durchzieher, weiblich gelesene als empfindsame Gefühlswesen. Es liegt nahe, darin Parallelen zu Mainstreampraktiken des Geschlechtsverkehrs zu sehen und Ausnahmen beiderlei Geschlechts als auffällig zu bemerken.

 
 
11
Oktober
The Obvious
Auf Konferenzen wird sehr oft nur "The Obvious" - oder komplett Unverständliches erzählt. Insofern war "The Obvious" endlich mal ein gut gewähltes Motto. Dazu hier ein Vortrag der das Offensichtliche sehr einfach und obvious vorträgt. Das ist sinnvoll, weil das Offensichtliche so selten getan wird. Warum auch immer - vermutlich weil wir Menschen sind.
https://www.youtube.com/live/2VVKdRCbrYc?si=ykNSsXIT_VYS1gi8&t=8114

 
 
07
Oktober
Barbenheimer
Barbie hab ich schon, Oppenheimer kommt bald. Zum Glück ist Barbie nicht woke, sondern doch etwas intelligenter. Manche halten die Darstellung der realen Welt im Barbiefilm für völlig überzogen und kritisieren dies.
Sie wollen vermutlich nicht sehen, wie der Film sich über Klischees der Wokeness lustig macht.
Hier der gleiche Punkt mit mehr Worten und Belegen:

https://betonit.substack.com/p/barbie-defines-feminism/comment/21506702

 
 
02
Oktober
Warum Bücher lesen, wenn das Gute liegt so nah?
In Romanen könnte man versinken, Sachbücher lohnen sich fast nie. Zu viel Gutes und auch ausreichend Ausführliches gibt es im Netz. Die Bücher lohnen sich nur, wenn man sie als Hausaufgaben nutzt, um gemeinsamen zu lernen und sie besprechen zu können. Und sie haben den Nimbus von Qualität, den sie allerdings nicht oft einlösen. Oft werden sie auch offen als eine Sammlung von Blogposts beworben, Zweitverwertung für Papierfreunde.
Daher braucht man auch kein blinkist, die meisten Sachbücher gibt es in Fetzen im Netz und den Romanen stiehlt man mit der Zusammenfassung den Effekt. Man liest ja auch keine Zusammenfassung von Star Wars.

 
 
22
September
Jura
Strafprozesse in Berlin, mein sehr gemischtes Fazit: Es geht fair zu und man bemüht sich wirklich um Gerechtigkeit. Man verbringt aber 90% der Zeit mit Fragen, die offensichtlich Nebensächlichkeiten sind. Das muss irgendwie so sein, da sind sich alle einig. Hat aber wirklich nichts mit Gerechtigkeit zu tun. Am schlimmsten ist das für Opfer sexuellen Missbrauchs. Mit dem Ergebnis der Verhandlungen können die meisten hoffentlich zufrieden sein, mit dem Ablauf aber kaum. Aber man muss solche Taten und alles andere anscheinend in das Korsett des Rechts pressen, auch wenn man nichts damit gewinnt.

 
 
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Last update: 28. Apr, 10:59
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