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08
Februar
Absurd-Akzeptiert
Das absurdeste und zugleich wohl akzeptierteste Verhalten der Welt ist doch, in Schneekleidung auf Bergen, welche vollständig mit künstlichen Pisten und Liften überzogen sind, nur zu dem Zweck, dass man mit Bretter von ihnen runterrasen kann, Strandlieder zu hören, zu trinken und ob der dicken Kleidung ungelenk seine wohlverhüllten Hüften zu schwingen.
15
Dezember
Genussmitteldiskurs
Gibt es eigentlich noch langweiligere Gesprächsthemen als "gutes Essen"? Selbst Kochen oder Fußball ist ja hochspannend dagegen. Ich verstehe es hart nicht, warum so viele Leute es so interessant finden, sich dauernd zu erzählen wo was gut schmeckt. Und sie tun dies ausdauernd und gerne, obwohl sie nichtmal über ausreichendes Vokabular verfügen, die Genüsse zu beschreiben. Das ist allerdings fast immer so, deshalb gibt es den Beruf des Kritikers. Die anderen sagen "scheiße" oder "geil".
14
Dezember
H
Wie schön ich es finde, dass sich Leute, die ich extrem hässlich finde, doch sichtbar große Mühe geben, sich schön zu machen! Völlig erfolglos, natürlich.
06
Dezember
Telefonbuchleser wissen mehr
Dass es immer noch Leute gibt, die ihre Telefonummern in Büchern und Verzeichnissen veröffentlichen, damit jeder die Nummer finden kann, der dort anrufen will. Ohne jede Beschränkung, einfach jeder. So gut war die Welt mal.
19
Oktober
Esperanto Unfug
Der Grundgedanke von Esperanto fühlt sich irgendwie sympathisch an, treibt aber das linke Sprachgerechtigkeitspolizeidenken auf die Spitze. Eine komplett neue Sprache lernen, nur damit diejenigen, die Englisch schon besser können, keinen Vorteil haben? Das ist doch Gleichmacherei, die nicht mal im Ansatz funktionieren kann. Sprachkompetenzen sind immer ungleich verteilt, das löst auch Esperanto nicht. Steckt eine Ablehnung eines angeblichen angelsächsischen Kulturimperialismus dahinter? Aber will man den durch eine Kunstsprache bekämpfen? Dagegen wirkt die genderneutrale Kunstanrede Profx. für ProfessorInnen ja geradezu durchdacht.
19
Januar
Neu?
Woher meine enorme Abneigung gegen Neubauten oder eigentlich das Wohnen in Neubauten, also Neubauten ohne jede Grandezza, praktische Schubladenwohnungen in Innenstädten, insbesondere die Werbung für sie und ihre biederen Versprechen?
Ich soll jetzt ernsthaft eine Baustelle auf Facebook liken. Wobei, wenn es wirklich die Baustelle wäre, das gigantische Drecksloch durch das sich ein riesenhafter Bagger gräbt, der jedes Mal verträumte Männerblicke anzieht, würde ich sie sogar liken. Nicht aber diesen mittelmäßigen Kasten, bei dem sich noch nicht mal die Werbung traut ihn als Townhouse zu bezeichnen. Die Abneigung kommt von meinem billigem Hass auf alles, was völlig ohne jede Punkgeste den völligen Verlust von Jugend oder auch Imperfektion feiert, wobei feiern schon zu viel ist, nicht mal das könnense, also nur darstellt.
30
Dezember
Postnorm
Die Weihnachtskarte endet mit einer Entschuldigung, dass ihr Format nicht der Postnorm entspräche und sie deshalb in einem Umschlag geschickt werden musste.
22
November
Achtzig
Meine Jugend in den Neunzigern wahr wohl schlecht. Alle wollen immer in die 80er, niemand wollte je in die Neunziger. Die waren auch einfach zu gut, bunt und fröhlich und es gibt nichts Langweiligeres als Glück.
16
Oktober
Mein Teenieleben
Dass ich tatsächlich einmal so dumm war, meine Cousine dabei mit der Videokamera zu filmen, wie sie schwarzen Kaffee ohne Milch trank. Ich glaubte meiner Mutter, dass so etwas eine Sensation sei.
21
Juli
Wir sind die Doofsten wenn wir Posen
Das Gefühl der Falschheit von ernsthaft gespielten Männerposen schon in der Pubertät. Dieses ekelhafte Wir-Gefühl, was damit erzwungen werden sollte. Und wie langweilig die Posen waren. Frauenklischees, wie die mysteriösen "Mädelsabende" schienen wenigstens interessant. Aber wohl auch nur aus der Ferne, wenn man nicht dabei war. Vermutlich haben die sich den ganzen Abend über Frisuren unterhalten und sich eben gar nicht halbnackt auf der Auslegeware geräkelt.
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