letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


23
Februar
Milchlogik
Länger haltbar ist kürzer haltbar als haltbar.

 
 
20
Februar
Blogs
Wie die guten alten Blogs, die es immer noch gibt, reifen, weiterhin gut sind, jetzt haben sie Kinder, die an die Uni gehen, früher waren sie selbst Studenten. Aber diesen feinen, durch Lektüre und Arbeit mit Texten geschulten Blick auf die Welt, der ist noch da - Blogger waren geisteswissenschaftliche Nerds, genau meine Welt, nur schienen die guten in beiden Welten voll zu Hause zu sein und ich in keiner. Aber das muss mich nicht hindern, bessere gibt es immer und überall.

 
 
19
Februar
Berlin
Vorgestern Lesung, gestern Berlinale, in der Millionenstadt finden sich immer eine Menge Leute die sich für Nischen interessieren, die niemals Massenerfolg haben werden. Der Regisseur kokettiert sogar damit, will kein Geld, keinen Ruhm und meint, dass Anstrengung auf ein Ziel hin die Kunst versaut. Machen, rausfinden, fließen lassen - das sei sein Prozess. Da kommen dann immer flüssigere Filme raus, so unehrgeizig, dass sie wirklich immer langweiliger werden und auch die eingeflochtene Deutschland-Schmeichelei und der latente Korea Hass nichts daran ändern.

 
 
18
Februar
Böse
Bösewichte brauchen ein gutes Narrativ, um gute, also bedrohliche Bösewichte zu sein. Einfach nur Menschen töten wollen oder verrückt sein reicht nicht aus. Das Töten muss eine moralische Komponente haben, um das Böse richtig bedrohlich werden zu lassen.
Ähnlich, dachte ich, wäre es auch im Politischen. Man könne nicht einfach nur der "bad guy" sein, Korruption und Hass promoten und sich jeglicher moralischen Bewertung entziehen. Dachte ich. Geht aber anscheinend doch, wenn der Gegner übermäßig moralisierend auftritt. Dann reicht irre Sprunghaftigkeit aus, man braucht kein eigenes Narrativ, man sagt einfach jeden Tag irgendetwas, was ziehen könnte und die Leute wählen einen. Hass auf den politischen Gegner reicht aus.

 
 
17
Februar
Wetterklagen
Jetzt schimpfen alle über den Schnee, früher über den Kimawandeln und darüber, dass kein Schnee mehr fällt. Wollt ihr ernsthaft lieber Regen? In Kalifornien haben sie, wenn nicht gerade alles abbrennt, immer nur angenehmes Wetter und daher "andere Sorgen".

 
 
16
Februar
Nichts
Ich mache eigentlich nichts, aber das Leben läuft, ich sage auch nichts ab und irgendwie ist dann doch fast jeder Abend ausgebucht und das Leben geht so entlang, mit viel Amüsenmang. Mehr machen? Wozu?

 
 
15
Februar
Saarbrücken, die zweite
Saarbrücken war mir als hässlichste Stadt Deutschlands in Erinnerung. Komplett zerbombt, nur noch 7000 Menschen lebten nach dem zweiten Weltkrieg dort und dann wurde schnell aufgebaut ohne Gedanken an Schönheit. Derart eingestellt konnte ich nur positiv überrascht werden. Zumindest sah ich jetzt normale Einkaufsstraßen und einen ansatzweise hübschen alten Stadtkern. Diese Stadt ist das alte Westdeutschland in all seiner grauen Mittelmäßigkeit. Umso überraschter war ich von der KI Kunst, die dort ausgestellt wurde: Eine stroboskopartige Slideshow angelehnt an bekannte Motive der Kunstgeschichte, die sich in Echtzeit an ihre Betrachter anpasste. Besser als alle Digitalkunst, dich zuletzt in größeren Städten sah.

 
 
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