letzte Kommentare: / "finanzielles Mitleid"... damals / So wird es oft gesagt,... froschfilm / Das Problem ist... damals


08
Mai
Anspruch an den eigenen Geschmack
Mando Diao spielen schon wieder in Hamburg. Soll ich hin? Das letzte Konzert war grandios, aber der Anspruch an meinen Geschmack lässt bedingungslose Begeisterung nicht zu, also kann ich kaum nach einem halben Jahr schon wieder Karten kaufen. Schön wäre es, wenn dieser blöde Anspruch nicht nur Freude zerstören, sondern auch (non solum, sed etiam) Begeisterung erzeugen könnte. Das kann er bisher noch kaum. Aber er arbeitet daran.

 
 
07
Mai
Familienfeierei
Das Klischee von langweiligen Familienfesten gilt bei uns nicht. Meine Eltern sind richtige Rampensäue und haben Improvisationstalent. Ihre Freunde denken sich wirklich gute Beiträge aus und wenn dann nach Mitternacht genug gegessen und beigetragen wurde, reicht es, einen Evergreen aus den Sechzigern zu spielen, und die Tanzfläche ist sofort voll.

 
 
03
Mai
Hol dir den Urlaub
Aus Geiz und Eile habe ich mir Kekse türkischer Produktion gekauft. Sie sind göttlich! Jeder Biss versetzt mich innerlich sofort in Urlaubsstimmung, weil der deutsche Bahlsengeschmack fehlt und stattdessen eine süßliche Zuckercreme zwischen den Kekshälften steckt, wie sie sich niemand in Deutschland zu produzieren traut! Leider sind die so verschafften Urlaube ziemlich kurz.

 
 
02
Mai
Der verdammte Anspruch an Gespräche
Ich muss Philosophen-Smalltalk lernen. Das Wetter geht als Thema gerade noch, neuerdings angereichert mit Bemerkungen zum Klimawandel. Aber sonst? Harte Kost ist beim Mittagessen zu anstrengend und weiche Kost zu banal. Auch wenn es viele meiner Freunde nicht glauben wollen: Ich rede nicht viel und bin kein Erzähler. Fremdes Schweigen kann ich allerdings auch schwer ertragen.

 
 
30
April
Rockstar
Hochzeitsanzugkaufen rockt! Geld darf keine Rolle spielen, man steht in sehr coolen und feinen Läden, im Hintergrund läuft Abbey Road (von Schallplatte) und die mitgebrachten Berater geben ein begeistertes Publikum ab. So war es in einem Geschäft der kleinen Kette "Herr von Eden", die ich hier ausdrücklich loben und erwähnen möchte.
Es gibt aber auch ganz andere Läden, in denen man hektisch irgendwas vor die Nase gehalten kommt und der Verkäufer in einem Satz sagt, dass er nur ganz spezielle Anzüge anbieten würde und mit der Karstadt AG zusammenarbeitet.

 
 
29
April
Propaganda
Aus der DUZ: Europa fördert (natürlich wieder mit Unsummen) die Integration von Wissenschaftlerinnen als Sympathieträgerinnen in Fernsehserienskripts, um mehr Frauen in die Forschung zu locken. Wo leben wir eigentlich?

 
 
26
April
Doch nicht
Hmmm. Vielleicht sollte ich doch bei der Philosophie bleiben, denke ich jetzt, da ich von einem wirren Vortrag komme. Jemand wollte eine ästhetische Theorie entwerfen, die die Entwicklung der gesamten europäischen Malerei erklärt und empirisch überprüfbar ist. Natürlich ist er grandios gescheitert und musste alles zurücknehmen. Warum hat er das beim Schreiben nicht bemerkt? Wie kommt so ein Wirrkopf zu seinem Doktortitel? Wäre ich nicht vielleicht einer von den Guten, wenn auch ein eher Schlechter? Immerhin kenne ich sowas wie eine Schreibhemmung und würde nicht behaupten, man könne die gesamte Kritik der reinen Vernunft am Bildnis eines Dreiecks erklären!

 
 
Studium ja, Forschung nein
Das Studium war sehr in Ordnung. Die Seminare klein, die Themen interessant, viel Abwechslung und auch ein bisschen Zeit für andere Dinge. Es war gut, Dinge zu lernen. Jetzt soll ich aber selber welche rausfinden und habe den Anspruch etwas mehr zu tun, als andere intelligent zu kritisieren. Das macht die Lage etwas schwieriger: Ich soll nicht nur von schlauen Menschen lernen, sondern sie auch noch konstruktiv übertreffen. Verständlich, dass sowas unmöglich scheint, bei der Menge an schlauer Literatur, die es gibt. Wenn ich es allerdings nicht hinkriege, dann wird das ganze Projekt sinnlos und irrelevant und ich kann mir Zufriedenheit nur noch via Dankbarkeit für Arbeitsstelle und dadurch erlangte Freiheit einreden. Das schlimmste dabei: Ich wusste es vorher und dachte, es macht mir nichts aus. Ist ja nur wie 'ne große Abschlussarbeit, sagte ich mir. Jetzt sitze ich zunehmend unproduktiv rum und bin für Idiotenjobs dankbar.

[Luxusprobleme]

 
 
Online for 7968 days
Last update: 10. Jun, 15:46
Status
You're not logged in ... login
Schubladen
 alte Seltsamkeit
bemerkt
Bloggerei
Bologna
Dialog zum Sonntag
Froschfilms Schrulligkeiten
Humor im Labor
Kunst oder Wunst
Lebenskunst
Lebensweisheiten der Coccinella
Leiden
London
neue Seltsamkeit
nur Reklame
Poeterei
Thesen
Traum
Unwort
Volksbildungsheim
Ausklick
Menü
Finden:
 
... und gleich dreimal Oktober
Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30