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17
Oktober
Ich möchte Teil sein
Mein alter Studiengang ist voll von Erfolgreichen, die nichts gegen die Bezeichnung jung&dynamisch hätten. McKinsey-Typen mit Sozialkompetenz. Engagierte SMV-Aktivisten mit Beamer. Die stellen richtig was auf die Beine und sind dazu noch tolle Typen. In mir bockt und lockt es zugleich und das ist nichts Neues. Ich bin gespannt auf das diesjährige "Homecoming", das sich tatsächlich so nennt und hätte Lust einen auf Hartz4 zu machen. Aber da muss man ja nichts überstürzen, sowas geht auch noch nach dem Philosophiedoktor. Und sowieso sollte ich endlich mal diese falschen Dichotomien aus dem Kopf kriegen. Da hat Michael Ende ganze Arbeit geleistet.

 
 
16
Oktober
Ästhet
Vielleicht werde ich doch noch zum Schöngeist. Vor mindestens zehn Jahren hielt ich es für praktischer, auch persönliche Brief am Computer zu schreiben. Jetzt könnte ich behaupten, dass auch originär ästhetische Gründe vorliegen. Ich beginne mich nämlich für meine Hand (ohne Schrift, meint aber trotzdem Schrift, jaja, pars pro toto war das, bei Handschrift besonders beliebt! Aber auch bei Zunge für Sprache.) zu schämen. In der Schule war das coolste an mir, dass sich die Lehrer bei der Rückgabe von Klassenarbeiten immer lautstark über meine Schrift beschwerten. Jetzt habe ich die letzte Coolness abgelegt.

 
 
14
Oktober
Barcelona und seine Eigentümlichkeiten


In diesem Park dürfen Sie sich an von Hunden gelegten Eisen erfreuen

 
 
13
Oktober
Falsche Hosen
Monate zu spät, aber wenn ich mal eine Empfehlung abgebe, dann immer zu spät. Jetzt also The Wrong Trousers. Seit Juni liefern sie mir ca. einmal monatlich eine große Portion Glück. Das Glück der Jugend, die das Richtige tut.

 
 
12
Oktober
Egoismus der Atheisten
Es gibt ein Ritual, um das ich die Gläubigen doch beneide: Sie können beten. Ich kann nur mir etwas wünschen. Sich abends im Bett seine Wünsche an sich selber aufzusagen, scheint mir aber dermaßen ich-bezogen, dass man es lieber lässt. Ist wohl auch besser so, denn als Atheist kann man nicht ernsthaft glauben, dass die Wünsche etwas bringen. Außer einem guten Gefühl, natürlich. Das ist mal wieder ein Preis der Vernunft.

 
 
11
Oktober
Lesen
Ich verschlinge Blogs, die mich neidisch und melancholisch machen. Die mich verschlingen. Ich fühle dann ein Sehnen nach einem poetischeren Leben, nach der Fähigkeit zu dieser speziellen Art der Wahrnehmung und Formulierungskunst. Eigentlich weniger der Fähigkeit, sondern der Entschiedenheit, diese Dinge ernst zu nehmen und wirklich zu machen. Entschiedenheit, Ernst und Leidenschaft, das finden Sie im Froschfilm nicht. Dazu bräuchte ich ein Leben mit weniger gutem Schlaf.

 
 
10
Oktober
Moderne Kunst, alte Führer
Moderne Kunst muss man anscheinend immer noch erklären. Zum zehnten Mal höre ich, dass dieses Kunstwerk auch den Kunstbetrieb insgesamt in Frage stelle. Neenee, das ist nicht nur so einfach hingerotzt, da hat sich der Künstler schon was bei gedacht!
Bestimmt denkt sich aber kein Künstler, dass er von einer sechzigjährigen Grauschläfe erklärt werden will. Die einzigen, die von moderner Museumskunst noch provoziert werden, sind doch die Museumsführer! Wirklich gut und spannend wäre es, ein paar Punks von der Straße als Führer einzustellen oder noch besser, eine Grauschläfe, die zwischendrin völlig grundlos anfängt rumzuschreien oder abzurocken. Wenn man denn schon unbedingt den Kunstbetrieb in Frage stellen will, dann kann man endlich ein paar Schritte weitergehen, oder? Ansonsten kann man natürlich auch einfach gute Kunst machen und akzeptieren, dass es welche ist.

 
 
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Last update: 15. Mai, 15:55
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