letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


11
Juli
Die Müden
Am Tisch sind sie eher lahm und müssen unterhalten werden, womit ich mir gefalle, hoffentlich so, dass es nicht unangenehm auffällt. Man möchte ja gerne anecken bei denen, aber nicht damit, dass man eingebildet wirkt. Gut, dass ich filmen muss und daher oft verschwinden kann - dann ist es ein Leichtes die Runde wieder etwas aufzumischen, wenn man zurückkommt. Das geht zum Beispiel schon alleine dadurch, dass man Themen von vor 20 Minuten noch mal aufgreift. Keine Sachthemen, natürlich. Die darf muss zwar nicht gänzlich vermeiden - man will ja nicht direkt wie ein Freak wirken - aber man muss schnell von ihnen weg.
Tanzen ist erstaunlicherweise auch ein Ausweg, besonders wenn man es nicht kann. Da kann man nicht blasiert wirken, nur amüsant und vielleicht etwas draufgängerisch. Wenn Michael Jackson zu irgendwas gut ist, dann dazu. Er lädt zu Spasmen ein, man muss das nicht können, man muss nur zappeln. Können wäre sogar hinderlich, wie wirkt denn jemand, der Michael Jackson-Moves perfekt drauf hat? Nach Michael Jackson kann gerockt werden und dann trennen sich die harten von den Müden.
Im Zug zurück sitzen sie dann mit liebevoll geneigtem Kopf vor ihrem Notebook und lassen ihre Finger über die Tastatur tanzen, freihändig, ohne Handballenauflage. Die Müden handeln aus Liebe, sie brauchen keine Abstützung und auch keine Exzesse. Sie sind zufrieden mit dem, was sie tun. Für sie ist es auch in Ordnung, wenn eine Hochzeit um ein Uhr endet. Sie sind die Guten, ganz bestimmt. Aber was will ich mit denen?

 
 
08
Juli
Zumutung
"Bei den Kulturwissenschaftlern achten sie ja eher darauf, dass sie ihren Mädels nicht zu viele Erkenntnisse zumuten"

 
 
07
Juli
Ökonomenrhetorik
Deutschland muss willens sein.

 
 
06
Juli
Idol
Wenn man häufig darüber spricht, was Das RICHTIGE wäre und auch sonst mir Urteilen nicht spart, sich dabei notgedrungen im Lauf der Zeit widerspricht, muss man sich nicht wundern, wenn man plötzlich an allem Schuld ist.

[Nicht ich.]

 
 
05
Juli
Gelungene Verwechslung
Eine ausländische Dame, die in der deutschen Sprache nicht ganz firm ist, sucht nach dem Wort für "Hüpfburg", kommt aber nur auf Luftschloss.

 
 
04
Juli
Patriotismus am vierten Juli
Soweit habe ich meine einstmals durchaus ehrlich empfundenen christlichen Überzeugungen verlassen, dass ich bei kirchlichen Hochzeiten mehr Ärger als Freude empfinde und bei Verlesungen von Obama-Ansprachen zum vierten Juli gerührt bin.

 
 
03
Juli
Ehrungen
Ein Professor der Ästhetik schreibt in seinen Mails grundsätzlich "geehrter Herr Froschfilm", niemals schreibt er "sehr geehrter". Er hat erkannt, dass die sich in diesem Falle die Steigerung zu einer Abschwächung verkehrt hat, da sie zur Phrase wurde. Allerdings sind Anreden die letzten Refugien, in denen Phrasen auch bei Feinden des Abgeschmackten akzeptiert sind, ja in denen Originalität von Stilbewussten sogar eher geschmäht als geschätzt wird. Da muss der Professor vielleicht noch einmal an der Anwendung seines ästhetischen Wissens feilen.

 
 
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