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03
März
Weiß
Wann es sich doch lohnt, einen weißen Apple zu haben: Wenn man sich beim Möhren(nix da Karotten, Möhren!)-Schneiden in den Daumen gesägt hat, die Wunde wieder aufreißt und sehr fotogene rote Tropfen auf der strahlend-weißen Tastatur hinterlässt. So schön, dass ich sie nicht fotografieren wollte. Sie bleiben in meiner Erinnerung. Das ist Konzeptkunst, Alder! Ich verkaufe die Erinnerung für 100.000 Euro.

 
 
02
März
Beleidigt
Trotz, oder gerade wegen, der bemühten Freundlichkeit klingt dieser Dank eher zickig und beleidigt, als ernst gemeint. Naja, Werbephrasen halt, was soll man erwarten.


[trotz oder gerade wegen]

 
 
01
März
Fahnenmast-Spam
E-Mail Spam ist, neben Filmen und Serien (Werbung ist mit dem Rückgang des TV-Konsums rausgeflogen) das Small-Talk-Thema Nummer eins. Jeder kennt das Phänomen und kann etwas dazu erzählen. Ein toller Hecht muss man sein, wenn man keinen Viagra-Spam bekommt, dafür aber per E-Mail aufgefordert wird, sich Fahnenmasten zu bestellen. Erkennen hier die Spam-Bots eine Liebe für Metaphern? Erkennen Sie, dass der Herr es nicht zu unsubtil mag? Origineller Spam ist auf jeden Fall ein großes Kompliment, besonders jetzt, wo die Zeit der poetischen Zufallstexte vorbei ist, weil die Filter klüger wurden.

 
 
28
Februar
Möbel
Esstischbeschreibung von habitat:

...elegant und robust und damit perfekt für dekadente Abendessen zu zweit oder geselliges Beisammensein mit Freunden. Zum Selbstaufbau.

Man beachte, es handelt sich hier um skandinavisches Design nicht um eine Recamiere von Harald Glööckler.

 
 
27
Februar
Moden
Die Achtziger kehren immer härter zurück. Hellblaue Jeanshemden in ihrer übelsten Ausprägung sind jetzt Trend. Ich wage dennoch die Prognose, dass Körperbehaarung nicht mehr zum Trend wird. Höchstens zu einem kleinen Gegentrend, aber keinem H&M-fähigen Trend.

 
 
26
Februar
Käse
Ich mag den ekligsten Käse, den es gibt: Kochkäse. Verbackenes Zeug aus Käseresten mit Salz und Kümmel. Und dazu noch mal Salz. Krasses Zeug. Am besten auf Knäckebrot.

[Antigourmetblog]

 
 
25
Februar
Cunning Linguists
Bewerbungsmarathon, aus einer bequemen Position allerdings. Jedes Mal stolpere ich über die Formulierung "Bewerbung auf die Stelle als XXX". Da stimmt irgendwas nicht. Die Stelle als Arzt. Die Stelle tut so, als wäre sie ein Arzt? Die Identifikation von einer Arbeitsbezeichnung und einer Personenbezeichnung ist die Crux. Irre ich, wenn ich die Stelle für einen Arzt korrekter finde? Meine Intuitionen sind bei sowas häufig einfach falsch. Auch bei humanitären Interventionen und monetären Gründen wehrt sich etwas in mir. Ich habe nicht Medizin studiert.

 
 
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