| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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... neuere Stories
24
Februar
Legal, Illegal, Scheißegal
Ich luh mir einen Film. Ein ganz offizielles Leih-Geschenk der Produktionsfirma. Er lief in einem Laptop nicht, er lief im nächsten nicht, er lief im DVD-Player nicht. So musste ich ihn illegal herunterladen, was sofort funktionierte.
23
Februar
Spiel
Vielleicht hätte es ja doch Spaß gemacht, in einer kafkaesken Behörde den Klischee-Beamten zu spielen. Ein Kordjackett besitze ich bereits, Ellenbogenschoner wären leicht angebracht, ein Schnauzer dauert nur ein paar Tage, dann noch Schilder die besagten, ich sei auf der Arbeit und nicht auf der Flucht und letztens bräuchte ich braune Schuhe mit sehr hohen Sohlen. Das wäre in meinen Kreisen mal wirklich neu und unkonventionell gewesen, ein Ausbruch aus dem Individualisten-Konformismus. Trotz, Trotz, Hurra! Allein, es hat nicht sollen sein.
22
Februar
Genuss
Der Skisport ist, so wie ihn die meisten betreiben, rein auf Genuss angelegt. Man fährt keine Rennen, auch nicht gegen die Zeit, man will gleiten, Geschwindigkeit erleben, schöne Panoramen sehen. Wenn man es einmal drauf hat, schwarze Pisten herunterzukommen, will man sich auch nichts mehr beweisen.
Zu reinem Genuss bin ich augenscheinlich nur begrenzt fähig. Es fehlt die Handlung, es fehlt der Witz. Schon nach ein paar Tagen rücken die Fahrpausen und damit die Gespräche in den Genussvordergrund. Von der Absurdität der Wintersportindustrie will ich hier schweigen, die ist so offensichtlich wie Schmidt's Katze oder Nachbars Lumpi scharf oder spitz sind. *Beeindruckt bin ich von der Tatsache, dass es viele Leute in meinem Alter gibt, die gerade anfangen, Wintersport zu betreiben. Ich hätte gedacht, mit 30 sei man eben Wintersportler oder nicht.
21
Februar
Grande
Die Grandezza des österreichischen Akzents (und die Grandezza des Wortes "Grandezza"). Andere Sprachfärbungen klingen einschränkend, Banales wirkt noch banaler - im Österreichischen dagegen hört man in Dumpfheiten große Gedanken auf ihren wesentlichen Gehalt reduziert, die Größe flackert auf im Klang der lapidaren Sätze. Das Bayerische kann andeutungsweise mithalten, wenn es aus dem Mund von klugen Münchnern stammt. Italienisch hat seinen Zauber verloren, Berlusconi wütet auch hier. Und ganz am Schluss das Schwäbische, wo selbst weise Gedachtes engstirnig wirkt. Der Schwabenhass aller Exilschwaben.
17
Februar
Verfall
Jemand schrieb, Infrastruktur sei nur zu ertragen, wenn sie verfalle. Damals wollte ich widersprechen, doch je öfter ich ins saubere, unverfallene, glatte München komme, desto mehr muss ich zustimmen.
16
Februar
Ändern
Menschen ändern sich nicht. Sie können nach Afrika reisen, sie können 80 Stunden arbeiten, das alles berührt den Wesenskern fast gar nicht mehr. Unter 20 passiert noch viel, danach liegen die Pfade. Sollte man daher auch Versuche, sein Leben zu ändern, aufgeben? Nein, Leben kann man ändern, Wesen nicht, das weiß ich aus wissenschaftlichen Studien, die den Terminus Wesen exakt definiert haben und für alle konfundierenden Variablen genau kontrollieren.
15
Februar
Die zweigeteilte Frau
Schizophrenie wäre ideal, Mäßigung, Abwägung und wilde Begeisterung, wenn schon nicht gleichzeitig, dann wenigstens nacheinander.
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