letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


12
Januar
RK
Ich öffne die Türe zu einer Kantine und mir erkenne sofort einen spezifisch katholischen Geruch. So riechen Pfarrbüros. Die Frauen tragen silbergraue Rollkragenpullover aus sichtbar teurem Stoff, darüber hängen eher grobe als feine, aber komplizierte Ketten. Der Kassiererin schenken Sie ein holdes, aber von Herzen kommendes Lächeln. Die ernst gemeinte Nettigkeit älterer Damen. Der vorherrschende Farbton ist beige.

 
 
11
Januar
Feucht
Interessante Themen dürfen gerne trocken sein, Kuchen hingegen seien bitte möglichst feucht.

 
 
08
Januar
Seid dabei!
Je suis Charlie - Rassemblement * Demonstration * Schweigemarsch - Berlin Pariser Platz - Dimanche * Sonntag @ 15h

Schweigt alle mit!

 
 
08
Januar
Schmäh
Bevor der Umblätterer mit "Best of Feuilleton 2014" kommt (ich lechze danach, finde aber immer noch halb, dass man lechzen mit "ä" schreiben sollte, da es einem inneren Stöhnen ähnelt und das schreibt man ja auch mit "ö"), hier schon die Taz mit Best of Schmähkritik.

 
 
06
Januar
Fein
Die Schönheit der feineren Gemüter, die mit ihren Kompliziertheiten oft anstrengend sind, Unrecht haben, nicht recht in die Zeit passen und gerade deswegen anbetungswürdig sind.

 
 
04
Januar
Verhandlung
Wir drehen einen Spielfilm über Milton Friedmans Leben, mit Milton Friedman in der Hauptrolle. Auf meine Frage, ob er nicht längst tot sein, grinst er nur lausbübisch zurück.
Dann: Er hat einen Geistesblitz, wir düsen in seinem roten Alfa Spider zu einem anderen Filmset. Dort wird gerade mit Komparsen gedreht. Friedman läuft einmal durchs Bild, zwinkert den Komparsen nur zu. Diese verstehen sofort "Ah, Kinoproduktion, doppeltes Gehalt" und folgen uns. Für ihren alten Regisseur haben sie nur ein Achselzucken übrig.

 
 
28
Dezember
Daheim, Daheim
Die Daheimgebliebenen sind natürlich meistens lahmer und doofer als die, die sich auch mal wegbewegt haben. Was aber genaue Beobachtung und treffende Karikaturen die unter die Oberfläche gehen betrifft, sind oft die Daheimgebliebenen im Vorteil. Sie kennen ihre Leute, kennen mehr als das Klischee, haben sich das Recht erworben mit den Klischees zu spielen und brauchten sich auch nicht ständig in der Fremde zu beweisen, was ihnen Sicherheit geben kann, die andere vermissen lassen. Lob der Heimattreue!

 
 
Online for 7834 days
Last update: 27. Jan, 09:33
Status
You're not logged in ... login
Schubladen