| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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... neuere Stories
27
Juli
Kunstraub
In einer Fernsehshow der neunziger Jahre erzählte eine Frau, wie sie und ihr Mann sich auseinandergelebt hätten, nachdem er einen Kunstraub begannen hatte.
Darauf holte der Moderator einen intellektuell wirkenden Mann mit Glatze und Brille ins Studio und fragte ohne Umschweife, ob er jemals etwas gestohlen habe, was dieser verneinte. Große Pointe: Dieser Mann wurde als Kunsträuber und Ex-Mann der Frau entlavt, mit seinem Ausweis und Eintrag im Führungszeugnis. Keine Umarmung und Erlösung, nur Peinlichkeit. Aber Peinlichkeit ist ja der Standard im Fernsehen.
26
Juli
Überich
Wie stark verdrahtet die alte Erziehungsregel "Nur ein Eis am Tag" bei mir ist. Ich kann wirklich nicht mehr als ein Eis am Tag essen. Etwas sperrt sich in mir. Kann man schlimm finden (Unterdrückung, Verklemmung), aber auch toll: Sinnvolle Regeln sind fest etabliert.
25
Juli
Wunst
Provinz und Kunst, das kommt dann doch eher selten zusammen. Provinz und Spielfreude dagegen umso öfter.
23
Juli
Heimat
Meine mit den Jahren wechselnden Heimatgefühle: Als Kind war das große Heimatfest noch Jahreshöhepunkt, fast auf einem Level mit Weihnachten. Zu Abizeiten dann Partyanlass, durchfeierte Nächte, draußen im Sommer. Mit etwas Abstand schien es rückständig provinziell und dumpf, doch immer war auch eine Sympathie dabei, es waren und sind immer gute und anständige Menschen gewesen, dort in der Heimat, ich musste ihren Geschmack und Stil nicht teilen um das zu sehen und zu schätzen. Mit den Jahren wuchs dieser Anteil, bis ich die unglaubliche Energie und Liebe, die in dieser provinziellen Form des Feierns liegt, wirklich schätzen konnte, die im Übrigen auch zu einer Perfektion im Detail führt, wie sie anonymere Feiern in Metropolen kaum bieten können, weil man sowas, oh Kitsch lass nach, für Geld nicht kaufen kann. Weiterer Pluspunkt des Alterns: Jetzt kann ich auf die Veranstaltung und insbesondere die Jugend mit einem verklärenden "Hach!" blicken und das macht Freude, denn dazu passt die Position des Beobachters. Und ich bin der Beobachter (TM).
22
Juli
Bi
Das Wort "biwakieren" verwenden naturgemäß outdoor-erfahrene, reiche Münchner. Es ist ein Wort, das ich nicht mag. Ein Fachwort, wo man wirklich keines braucht, "draußen schlafen" kann man auch so sagen, es sei denn natürlich, man ist Teil der Outdoor-Elite. Aber nicht nur das, auch klanglich-inhaltlich wirkt alles falsch an diesem Wort, etymologisches Raten lockt auf falsche Fährten, "bi" ist hier gar nichts.
Interessiert natürlich wieder niemanden, meine Abneigungen und für sowas ist dieser Blog ja traditionsgemäß der richtige Ablageort.
20
Juli
Schneller sein
Wenn mich jemand locker mit seinem Rad sichtbar entspannt überholt, muss ich mitziehen. Wenn er/sie ein Rennrad hat oder heftig strampelt, darf er/sie schneller sein. Aber einfach so schneller sein, das halte ich nicht aus. Finde ich dann zwar selbst immer albern, diesen doofen Wettbewerbsgedanken, den ich anscheinend nicht abschütteln kann, ist dann aber trotzdem so.
19
Juli
Hinten
Hinterrücks und hintenrum sind nicht ganz das Gleiche, bzw. das Selbe, was ja auch nicht das Selbe wie das Gleiche ist.
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