letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


27
Dezember
Außen
Elternsein erlaubt maximales Wohlfühlen im naturgegebenen Außenseitertum. Man kann, will und soll nicht dazugehören, bei den Kindern, darf aber doch dabei sein und zuschauen und wird, wenn es gut läuft, grundsätzlich geschätzt und hat seine Aufgabe.

Besser also, als in anderen Außenseiterrollen, in denen man notgedrungen zum Beobachter wird. Sowas ist immer awkward und wird höchstens nachlaufend geschätzt, wenn man gute Fotos gemacht hat, die richtige Musik aufgelegt hat oder irgendwie stimmungsfördernd performed hat. Mittendrin war man vielleicht, aber nicht dabei.

[Dabeisein ist nichts.]

 
 
22
Dezember
Mojave
Der psychologische Effekt, wie sich ein neues Betriebssystem immer so schön frisch und mittlerweile sogar schneller als das alte anfühlt, wohl nur, weil es nicht langsamer, aber irgendwie anders ist. Andererseits sind diese Updates ja fast völlig egal geworden, seit alles im Web passiert.

 
 
21
Dezember
Fake Fake
Was mal wieder keiner außer mir bemerkt, oder was ich nirgendwo lese, weil ich zur Zeit wenig lese: Dieser abstruse Claas Relotius stellt überhaupt keine Krise des Journalismus dar. Das ist ein Betrüger, wie es sie immer gibt. Der Fake-News Vorwurf hat mit solchen Fällen fast nichts zu tun, ihm geht es um strukturell einseitige Berichterstattung, die linksliberal gefärbt sei.

 
 
20
Dezember
Cooler Stress
Rauchen war früher cool, auch weil Coolness cool war. Rauchen hieß ja, sich zurücklehnen. Eigentlich gar nichts machen. Zweifelhafter Geschmack zwar, aber doch Ruhe, Genuss, auch ein wenig Verspottung der Welt. Heute in der Smartphone und Social-Media Welt zerfällt diese Idee im Ansatz. Nicht Genuss und Ablehnung, also Coolness, sind angesagt, sondern Disziplin, Schauwert, Likes also eigentlich Stress. Ja, gestresst ist das neue cool. Wobei jetzt natürlich und immer auch dabei, also parallel die gegenläufige Bewegung, der "detox" mitläuft.

 
 
19
Dezember
Mein Geiz
Nie habe ich diesen mittelguten Nachtisch für einen Euro angerührt. Seit er kostenlos dabei ist, nehme ich fast immer einen. Was sagt das über mich?

 
 
18
Dezember
Bingo
Maximales Gaga-Niveau auf den Weihnachtsgrüßen eines Unternehmens: "Receptivity memex 2019", "Psalm 127:2 (auf englisch)", "Dennis Rudolph: The Portal Screenshot VR Installation", "Zahnarztpraxis für Obdachlose".

 
 
17
Dezember
Großliteraten
Weiter im unmöglichen Vergleich der zwei langen Bücher, die ich in diesem Jahr gehört habe:

Robert Musil ist interessant, weil er voraus, in mein Jahrhundert schaut, Marcel Proust langweit dagegen, denn er schaut zurück und entschädigt nur gelegentlich mit sprachlichen Kostbarkeiten.

 
 
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Last update: 25. Jan, 12:22
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