| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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... neuere Stories
05
Juli
Listen
Ich führe Listen für vieles. Auch für Bücher und Filme, die ich sehen will oder gesehen habe. Doch wann nutze ich sie für eine Entscheidung, was als nächstes dran ist? Nie. Da regiert das Lustprinzip. Die Listen dienen nur der Ablage und Beruhigung.
04
Juli
Hobbylinguist
Seit Tagen will dieser Satz nicht aus meinem Kopf, weil ich nicht ganz sagen kann, ob hier etwas nicht stimmt: "das Mikrofon hielt sie so angeekelt wie einen toten Fisch von sich."
Müsste es heißen, "angeekelt, als ob es ein Fisch wäre"? Das wäre wohl korrekter, aber unrunder. Vielleicht kann man daher die Ungenauigkeit, die ich noch nicht einmal sprachlich greifen kann, verzeihen. Oder ist hier eher das Wort "angeekelt" ein Problem? Der Glotisschlag wie bei der Bäckerei-Innung? Unrund, angeekelt, Glotisschlag - die deutsche Sprache ist wahrlich kein Ausbund an Eleganz.
02
Juli
Diggies
Der Dauertrend des Digger-sagens lässt sich selbst vom neueren Trend des Genderns nicht stoppen. Selbst die Mädchen nennen einander Digger, Alter! Meine freundlich angebotene neutrale Variante ?Diggies? wird nicht angenommen, sonst aber jede Form des Genderns hochgehalten.
01
Juli
Institutionen
Um Deutschland steht es schlecht, pfeifen die Spatzen von den Dächern. Die Institutionen zerrüttet, unfähig zur Digitalisierung, Großprojekte wie der Berliner Flughafen können kaum noch gestemmt werden und von der Deutschen Bahn wollen wir gar nicht reden. Von Berlin am besten auch nicht, denn dort ist alles noch schlimmer. Doch halt! Es gibt eine rühmliche Ausnahme, in der alles in jeder Hinsicht hervorragend ist. Die Berliner Philharmonie leuchtet. Ihre Architektur, die Akustik, das musikalische Niveau der Berliner Philharmoniker, die Lust und Freude an der Musik bei höchstem Anspruch, die Kirill Petrenko wie kein zweiter verkörpert. Diesen Anspruch spürt man in jedem Detail, bis hin zum Webauftritt. Es gibt sie noch, die guten Dinge.
30
Juni
Alter Lateiner
"Ecce gratum et optatum ver reducit gaudia" heißt es in der Carmina Burana.
Sieh mal an. Reduzieren hieß früher wohl mal "zurückkehren". Und Stress hieß früher mal Fleiß, sagte mein alter Lateinlehrer.
29
Juni
Adelsaffin
Mindestens 10s gestutzt, was das Hörbuch mit "dem roten Graf der Aufnahme App" meint. Ich sah schon das rote Gesicht eines Grafen-Smileys in Karaoke-Softwaremanier über einen Text hüpfen, bis mir dann doch das erlösende Bild eines roten Oszillographen vor Augen erschien.
28
Juni
Style 2
Die Fehlansicht der Unstylishen: Style kann man sich nur erlauben, wenn etwas dahinter steht. Oft sind die Styler aber sehr langweilig und haben nichts zu sagen. Doch darum geht es nicht. Style und "etwas zu sagen haben" sind zwei Kategorien. Beiden brauchen Substanz, sind aber vollkommen komplementär.
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