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11
Februar
Organic
Es scheint nur 769 Organspender in Deutschland zu geben. Da bin ich ja echt eine krasse Ausnahme. Ist es wirklich so exotisch, die Spende von meinen Organen für richtig zu halten? Haben wirklich alle Angst vor der Organmafia? 769 Spender, das ist so wenig, das muss ich jetzt nichtmal in Promille umrechnen. Auch andere Statistiken zeigen: Spender sind auch in allen Ländern extrem in der Minderheit und immer im untersten Promillebereich. Siehe hier. Warum? 10% hätte ich locker für möglich gehalten.

 
In Ö ist das anders. Da ist man autom. Spender, sofern man sich nicht (dokumentiert) zu Lebzeiten dagegen ausgesprochen hat. Da wird man eher noch mit aller Gewalt am Leben erhalten.

Ich hatte letztens das Thema bei einem Arbeitstermin.
Die Angst, Ärzte könnten zu fix Geräte abschalten, weil sie "auf die Organe warten", ist relativ hoch.

Nachdem ich aber selbst erlebt hab, daß gar nicht erst die Angehörigen gefragt, sondern die Maschinen abdrehen wurden (- allerdings gings da nicht um eine Organspende in weiterer Folge), kann ich die Verunsicherung verstehen.

Aber es gibt auch Studien, daß viele nur aus Faulheit keinen Spenderausweis beantragen und sich auch keine Gedanken darüber machen, wie das für Angehörige in so einer Situation sein muß, zu entscheiden, was gemacht werden soll, selber gerne aber im Fall der Fälle ein Organ gespenden bekommen würden.
Eine Sache habe ich jetzt, glaube ich, kapiert: "lebende Spender je Million Einwohner" - das sind eben NICHT alle Besitzer von Organspendeausweisen, sondern nur die, die tatsächlich gespendet haben und noch am Leben sind. Das macht die Zahl verständlicher.
 
Ah - das ändert natürlich tatsächlich das Bild etwas : )

Nun ja - Lebendspende ist so ein Thema, bei dem ich auch verunsichert bin und aktuell auch davor zurückschrecke (was ist, wenn meine verbleibende Niere allein nimmer kann? usw.).

Ich habe für .at folgende Zahlen gefunden:
2016 wurden insgesamt 780 Organtransplantationen durchgeführt, davon 711 mit Organen verstorbener OrganspenderInnen und 69 mit Organen von Lebendspendern und -spenderinnen. Das entspricht ungefähr einer Organtransplantation auf 11.000 EinwohnerInnen. Die Zahl der verstorbenen OrganspenderInnen betrug in diesem Zeitraum 195, d.h. ca. 23,8 OrganspenderInnen pro 1 Mio. EinwohnerInnen.

Worauf nicht eingegangen wird: woher sind die Empfänger?
Ich erinnere mich, daß meine Großmutter damals sehr lange auf eine urspr. Routine-OP warten mußte, während frisch fröhlich einer deutschen TourismusPatientin ganz flux die Lunge ersetzt wurde.
Bereits damals wurde hinter vorgehaltener Hand gemauschelt, ob das nicht im Zuge von anderen Spenden *hmhm* ermöglicht wurde. Aber das ist jetzt nicht Thema.
 
Ding Dong – "Guten Tag, Sie haben einen Organspendeausweis ausgefüllt. Wir möchten gern Ihre Niere abholen."
 
 
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Last update: 27. Mai, 21:01
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