letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals


11
Juni
Das Auratische
Lange hing ich der Ansicht an, ich würde nicht an Dingen hängen. Anstatt Bücher zu behalten, führte ich Listen über die gelesenen Bücher. Kunstwerke photographierte ich, die Photos verwaltete ich ausschließlich digital. Lebenspraktisch keine falsche Wahl, aber ein Kategorienfehler. Das auratische, was ich ja doch einzufangen versuchte, lässt sich so nicht erhalten. Bestes Beispiel: Fotos von meinen alten Legomodellen bringen gar keine Freude, die alten Modelle selbst, bei denen ich die einzelnen zerkauten Steine noch kenne, dagegen sehr viel.

 
 
08
Juni
Gelddruckmaschinen
Bei aller angeblichen Knappheit ist in der Summe dann doch immer unglaublich viel Geld für alles vorhanden. Online-Glücksspiel. Die Leute zocken da im Durchschnitt mit 25k. Versicherungsleistungen. Alles und jedes wird da bezahlt, von Schuheinlagen über Bandagen bis zu albernen Präventionen. Künstliche Befruchtungen, fast kostenlosen Nahverkehr, Kinderbetreuung: Wir können uns das alles leisten, weil einige wenige anscheinend super produktiv sind.

 
 
29
Mai
Anti
Die Selenskyj Karikatur in der SZ ist genauso unlustig wie die Karikaturen von Charlie Hebdo. Das sieht auch die ehrwürdige FAZ so. Hier wurde anscheinend einfach ein Fernsehbild abgemalt. Sind dann die Aufsteller der Leinwand oder deren Chef*Innen die wahren Antisemiten? Sie haben das schlimme Bild ja erzeugt. Die Realität ist also unlustig und antisemitisch. Soweit stimmt es wohl.

 
 
03
Mai
Humanismus und Liberalismus
Ärzte müssen qua Beruf die extremsten Vertreter von Humanismus und Liberalismus sein. Sie müssen Covid19 Erkrankte behandeln, auch wenn sie ungeimpft sind. Sie müssen mutwillig verletzte Motorradfahrer retten. Sie treten für die Freiheit von Menschen ein, sich selbst zu schaden. Es geht ihnen nur um die Rettung von Menschen. Ich würde gerne sehen, wie sich das in ihren politischen Meinungen niederschlägt. Meine Vermutung: Ihr Berufsethos ist völlig unabhängig von ihren politischen Überzeugungen und damit leider hohl. Unterstellung: Sie wissen nicht, warum sie tun, was sie tun.

 
 
21
Dezember
Tatsächlich... Liebe?
Ich hatte das Solidaritätspotenzial unserer Gesellschaft stark unterschätzt. Hätte man mir gesagt, wie bereitwillig staatstreue, gesundheitsbewusste, geimpfte Menschen ihre Wangen auch adipösen Impfgegnern hinhalten ? ich hätte es nicht geglaubt.
Ist die christliche Botschaft hier stärker in der Mehrheit der Gesellschaft verankert als ich glauben kann? Lieben wir wirklich unsere Feinde und bereiten uns auf ihre Versorgung durch Intensivpflege vor, mit allen uns zur Verfügung stehenden Ressourcen inklusive Lockdowns und knappen Krankenhausplätzen für uns selbst? Welch ein Akt der Liebe einer Gesellschaft! Es wird nicht jede Person so empfinden, aber die Institutionen agieren christlich as fuck!

 
 
23
Juli
Herbste!
Ein Duft von Herbst. Heute, der Anfang vom Ende des Sommers. Mark my words!

 
 
08
Juli
Great Scott!
Ich habe hier je keine strikten Themen, diskutiere aber eigentlich niemals ernsthaft Thesen. Privat tue ich das gerne, insbesondere im letzten Jahr über Lockdowns.

Wer immer mit irgendjemand darüber reden will, ob Lockdowns effektiv sind, sollte vorher diesen Artikel gelesen habe. So gründlich und amüsant habe ich noch nie über das Thema gelesen. Und es geht ja nicht nur um Gesundheit, es geht um die Leitlinien staatlichen Handelns:

https://astralcodexten.substack.com/p/lockdown-effectiveness-much-more

 
 
10
März
Schlecht ist nur zu viel
Fast immer, wenn etwas als schlecht oder schädlich kritisiert wird, meint man damit gar nicht, dass es wirklich per se schlecht oder schädlich wäre. Man meint nur, es gebe zu viel davon - oder oft sogar: Wir stünden am Anfang eines Trends an dessen Ende zu viel der beklagten Sache stünde. Fast immer sind es Dammbruch Argumente. Verletzungen der Privatsphäre, Klimawandel, Selbstoptimierung, nichts davon ist akut, alles wird nur schlimm, wenn man es ins Extrem treibt.
Extremum schlimm. Nichts/alles/extrem.
Wie wäre es mit einer "neuen Mitte"?

 
 
17
Februar
Forever Jugend
Schön und schrecklich an der Jugend ist das hypersoziale, die Aufmerksamkeit auf jedes soziale Detail. Wer das verliert, hat sich abgefunden, ist lame und established und fertig. Das kann man als Jugendendlicher kaum sein. Deshalb sind Alte so unerträglich, denen ist alles egal. Unsichere Alte sind allerdings noch seltsamer. Und am seltsamsten bin wohl ich, insbesondere in der ständigen Betonung dieser Eigenschaften, vermutlich um sie abzuwehren.

 
 
31
Oktober
Erst das Fressen
Etwas erstaunt bin ich doch über die mauligen Fragen, warum im jetzigen Lockdown light auf die nicht-streambare Kultur so wenig Rücksicht genommen wurde. Glauben diese Kulturschaffenden wirklich, ihre Arbeit sei lebensnotwendig und irgendwie mehr als hübsch und nett oder gerne auch systemkritisch? Dann haben sie vielleicht den Bezug zur Realität verloren, was ja, gewissermaßen, auch ihr Job ist. Klar kann man irgendwie hoffen, dass sich bei Kulturveranstaltungen niemand ansteckt, aber ist es aktuell nicht sinnvoll, alles einzuschränken, was nicht notwendig ist? Lernen, Arbeiten und Einkaufen ist dann doch notwendiger als Kultur, so sehr ich Kunst und Kultur liebe.

 
 
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Last update: 30. Mär, 11:52
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