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... neuere Stories
01
Februar
Arro
Ich bin immer noch Handyverweigerer. Wenn das StudiVZ so weiterwächst, kann ich mich bald auch StudiVZ-Verweigerer nennen. Moralisch ist gegen das Netzwerk selbstverständlich nichts einzuwenden. Ästhetisch aber ungefähr genauso viel wie gegen Handyklingeltöne. Privatleben und Freunde manage ich eben doch lieber manuell. Natürlich könnte es passieren, dass ich ein arroganter Zeitgeistmuffel werde. Oder ich bin das schon. Der Vorwurf der Arroganz mehrt sich in letzter Zeit von verschiedenen Seiten. Nicht wegen meiner Verweigerung einiger Medien, sondern wegen mancher Geschmacksurteile, die nicht dem Massengeschmack entsprechen. Mein Gott! Ich! Ich bin doch der mit dem Mainstreamgeschmack! Ich will doch nur keinen völligen Mist, ansonsten bin ich doch für alles zu haben!
Muss man wirklich immer mitsaufen, seinen Intellekt verbergen und schlechten Argumenten beipflichten? Darf man mit sechsundzwanzig Jahren nicht sagen, dass man möglichst keine materiellen Geschenke will, die nur rumstehen? Wenn dem wirklich so ist, bin ich tatsächlich arrogant und will es dann aber auch bleiben. Wie jeder Arrogante eben. Wahrscheinlicher ist, dass ich mal wieder zwischen den Stühlen des Mainstreams und der Avantgarde sitze. Auch wie jeder. Zweite.
31
Januar
Hang
Es gibt jetzt auch Mützen, die so hängen, wie die Hosen, die hängen.
30
Januar
Mehr!
Mehr Witz, Albernheit, Freude, Kreativität und Optimismus. Weniger Gefrickel!
29
Januar
Noch ein Aberglaube
Aber diesmal nicht von mir, sondern von Grundschullehrerinnen: Wenn man seine Jacke drinnen anlässt, wird es einem draußen umso kälter. Das Gegenteil ist wahr und der Zweck dieses Ammenmärchens mittlerweile durchschaut.
28
Januar
Demografie
Wie lange werden eigentlich geburtenstarke Jahrgänge irgendwohin drängen? Seit dem Pillenknick gibt's die doch eigentlich nicht mehr, oder?
27
Januar
Marixsten: Vor allem humorlos.
Ich bin ja immer noch bei den Marxisten. Die Kälte hat sich gelegt und die Diskussionen sind spannend geworden. Aber auch hier nimmt man etwas ernst und ist daher, insbesondere was den Herrn Marx betrifft, eher humorlos. Für die Solgerexegeten gilt dies nicht, die laufen außer Konkurrenz, da sie hier nur aus einer Französin bestehen. Dennoch ist es schon soweit gekommen, dass ich einen zunehmenden Hass auf das Schild "Philosophie" entwickle, das mir jeden Morgen klarmacht, dass ich jetzt zu den Philosophen gehöre. Und das sind an der Bremer Uni vielfach auch gläubige Jünger einer Denkschule, die sich begierig auf Worte ihres Meisters stürzen.
[Der Lokführer dreht mal wieder durch und platzt bei jeder Ansage vor Freude, als sei er die Karikatur eines Motivationstrainers.]
27
Januar
Projekt
Mein Hauptwerk nenne ich auch mal Erwin.
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