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09
Juli
Dialog zum Sonntag - Der Glupsch
Coccinella: Komm wir suchen die Oase der Toleranz!

Froschfilm: Ich glaub' die gibt's gar nicht. Selten habe ich einen Radiomoderator so spötteln hören, wenn er versucht durch die Betonung eines Satzteils klarzumachen, dass es sich um ein Zitat handelt.

Coccinella: Dann suchen wir halt die Fata Morgana der Toleranz! Die Frage ist nur: Finden wir sie eher bei den guten Christen, oder bei den bösen rot beleuchteten Biochemikerinnen der dogmatischen Atheisten-Bewegung? (Red.: Im Spiegel werden diese mit hübschen Gutgläubigen kontrastiert).

Froschfilm: Die Red. soll mal gehen, wenn ich mit dir im Bett liege! Schließlich lassen einen die Fotografen ja auch bei der Hochzeitsnacht in Ruhe! Ich kann jetzt nicht mehr weiterjammern, weil ich mit sehnenscheidenverkrampften Gichtfingern, liegend ohne Brille schief glupschend zu tippen nicht länger im Stande bin.

Coccinella: Der Pate II glupscht die meiste Zeit auch nur blöd rum, ist aber zu so Einigem im Stande.

Froschfilm: Mal sehen wie Indiana Jones 4 so dreinschaut. Der muss sich angesichts seines Alters beim Dreh ja ähnlich gehandicapt fühlen, wie ich jetzt. (Dieser Text war ein Stunt.)

 
 
Lebensmotto, wieder, echt.
If life seems jolly rotten
There's something you've forgotten
And that's to laugh and smile and dance and sing!
Besonders dance and sing. Smile and laugh wird zu einer schmerzenden Maske. Meine Traurigkeit ist lächerlich.

 
 
05
Juli
Aufräumen kann eine Lebensaufgabe sein.

 
 
03
Juli
Nur die Harten kommen in den Garten
Der Trend geht zum Bioprodukt im Discounter, das ist ganz eindeutig und auch keine neue Weisheit. Heute griff ein alternativer Schluffi neben mir im Plus gierig nach einem BioBio-Joghurt Becher, um ihn dann mit einem angewiderten Aufschrei fallen zu lassen. Nachdem er die Aufschrift "Grüntee Bio-Lassi" wahrgenommen hatte, schmiss dieser ungezogene Mensch den Trunk regelrecht in die Tiefkühltheke zurück, als handelte es sich um etwas Hochinfektiöses.

 
 
01
Juli
Hotelerbin
Erbin ist an sich schon eine merkwürdige verkürzte Form. Gut, das ist die weibliche Form von Erbe. Aber wieso heißt es nicht Erber/Erberin? Eine Person, die zeichnet heißt ja schließlich auch nicht Zeichne/Zeichnin. Zudem ist es auch noch sehr erstaunlich, jemanden Erbin zu nennen, wenn der Erblasser noch lebt.

 
 
29
Juni
Schizophrenie des Alltags
Gestern habe ich "Live Forever" von Oasis wiederentdeckt und mit wehmütig, nostalgischen Gefühlen mitgegrölt. Heute ertappe ich mich dabei, wie ich meinen Kollegen nach seinem Schrebergarten frage. Dieser zählt mir alle Gemüse- und Obstsorten auf, die dort gedeihen und ich bin ganz begeistert, dass das Ganze für einen ordentlichen Eintopf, Salat und Nachspeise reicht. Verdammte Inkonsistenz!

[Maybe, I don't really want to know...]

 
 
28
Juni
Wind
Ich bin dumm und denke immer, dass der Wind irgendwann aufhören muss, weil keine Luft zum blasen mehr da ist. Der Wind hat tatsächlich aufgehört.

 
 
27
Juni
Verschulung
Alles jammert über die Verschulung der universitären Curricula. Auch mein Seminar wurde schon als "total verschult" bezeichnet. Dabei ist das einzige, was ich von den Teilnehmern verlange, dass sie die Texte gelesen haben. Dies stelle ich sicher, indem ich die Teilnehmer zwinge, mir vor der Sitzung kurze Antworten zu ein paar Leitfragen abzugeben oder zuzumailen. Ich verlange keine Anwesenheit und ich bin sehr kulant, was die Themen für Hausarbeiten angeht. Wenn "Verschulung" nur bedeutet, dass gewisse Mindesstandards eingehalten werden sollen, ist sie auch an Unis richtig. Nicht jedoch, wenn Wahlfreiheit und selbständiges Arbeiten abgeschafft werden, was hoffentlich nirgends passiert.

 
 
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Last update: 15. Mai, 15:55
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