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13
Mai
Doppelt Frei
Mehr und mehr mehren sich Zweifel: Was, wenn die Arbeit in der freien Wirtschaft wirklich furchtbar ist? Wenn man stumpfsinnig, aber schnell blöde Aufgaben abzuarbeiten hat und dabei genau kontrolliert wird? Wenn es statt um gute Argumente und Witz nur noch um Hierarchien und Macht geht? Wenn man sich nicht aussuchen kann, was man tun will? Und wenn auch das Umfeld anstrengend seriös wird? Ach was! Fort mit den Vorurteilen! Vor der Verachtung muss Kenntnis stehen (aber nach der Kenntnis nicht notwendigerweise die Verachtung!).

 
 
11
Mai
Besser

Anstatt gegen Alice Schwarzer zu demonstrieren, sollten sich die neuen Feministinnen mal gegen simulierte Orgasmen aussprechen. Die Akzeptanz des simulierten Orgasmus ist Teil des Keils, der seit einigen Jahren zwischen die Geschlechter getrieben wird und er schadet langfristig sowohl dem Wohlbefinden beider Geschlechter, als auch der Kommunikation zwischen ihnen. Wenn simulierte Orgasmen unter Frauen als unfein gelten würden, würde das garantiert zu besserem Sex, mehr Selbstbewusstsein und Zufriedenheit führen. Bei Frauen und bei Männern. Auf so manchen Seitensprung, auf den man lieber verzichtet hätte, würde man dann nämlich schon im Voraus verzichten, weil es dann keine Möglichkeit mehr gäbe, sich elegant aus der Affäre zu ziehen. Ich, als Oberfeminist des Landes rufe also zu einer Großdemonstration gegen simulierte Orgasmen auf!

 
 
09
Mai
Infinitive, die keine sind
Ich halte es mehr und mehr mit Charlotte Roche und empfinde die Art, wie man über Sex redet zunehmend als verklemmt. Immer noch finden es erwachsene Menschen anscheinend empörend oder irgendwie peinlich und unglaublich, wenn das Gesprächsthema in die Nähe sexueller Fragen rückt. Immer noch wird jemand wie Lady Bitch Ray als provokant empfunden. Nun, mögen muss man das ja nicht, aber es als unanständig abzulehnen zeugt in meinen Augen von ähnlicher Unreife, wie das ständige Witzereißen über Schwule.
Seltsamerweise gilt diese Form der Unreife aber als cool. Und da Coolness auch die jeweils geltenden Schönheitsmaßstäbe bestimmt, bleiben die Coolen am Textilstrand und nur die Häßlichen, aber sexuell Entspannteren ziehen sich aus.
Das klingt glaubwürdig, aber ich bin mir gerade nicht sicher, ob es logisch folgt. Probieren wir es also aus:

Unreif->Cool.
Daraus folgt ~cool->Reif.
Es gilt aber auch Cool->Schön.
Daraus folgt wieder: ~Schön->~Cool.

Also gilt: Die Häßlichen sind die sexuell Gereiften und seinen nackten Körper öffentlich zu zeigen, verlangt eine gewisse Reife. Deshalb wird man am FKK-Strand keine Schönheiten finden. Eigentlich sollte man sich aber schon vor Überlegungen dieser Art klar gemacht haben, dass man zum Entspannen und nicht zum Spannen an den Strand geht und deshalb diese Schönheitsdiskussion ganz vergessen.

 
 
08
Mai
Links
Eben aufgefallen, dass ich links anscheinend mit "reflexartig und dogmatisch für die Schwachen" gleichsetze. Dann überlegt und für eine gute Definition gehalten.

[Die Weblog-Infinitive.]

 
 
07
Mai
Sexistisch
Bremen ist eben doch noch eine linke Uni. Eben wurde mir im Seminar Sexismus vorgeworfen und das nur, weil ich den bekannten Merkspruch "konvex ist Sex" erwähnte. Als ich die Studentin bat, mir ihre Sexismus-Vorwurf zu erklären, meinte sie, ihre Brüste seien schöner als die Mathematik. Das hat mich dann dummerweise zu der möglicherweise wirklich leicht sexistischen Aufforderung verleitet, sie möge mir zu Untermauerung dieser These einen reichlich bebilderten Essay schreiben.

Update:
Richtiger geht der Merkspruch wohl so:
Ist das Mädchen brav,
bleibt der Bauch konkav.
Hat das Mädchen Sex,
wird der Bauch konvex.

 
 
06
Mai
D.U.M.


Findet das jedermann überzeugend? Ich persönlich hätte lieber eine Vaterschaft ohne Test. Wissen das die Werbeleute? Oder wollen sie durch Dummheit provozieren? Fragen über Fragen. Diese Werbung wirft vermutlich mehr davon auf, alles alle Folgen von Marienhof zusammen.

 
 
30
April
Schmerzen
Ich stoße meinen betrunkenen Bruder von einem Garagendach auf den Boden. Als er mich (logischerweise) wütend verfolgt, zeige ich ihm ein philosophisches Paper, das mit Blut unterschrieben ist und sage: "Hey, das sind auch Schmerzen!" Coccinella pult sich dagegen Parmesan aus den Ohren.

 
 
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Last update: 15. Mai, 15:55
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