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27
November
Große Oper
Am Ende einer schmutzigen Gasse tönen aus einem herrlichen Renaissance-Palazzo Opernklänge aus einem offenen Fenster. Ein Duett zweier Mädchen, die sich "Täubchen" nennen. Allein, die vermeintlichen Mädchen zeigen sich bald auf einer säulenumrahmten Terrasse und sind leider schon grauhaarig und alt. Da ihre beneidenswerte Terrasse in einem flachen See steht, gibt es aber einen Ausweg. Eine der alten Damen wird, noch singend, auf die Wasseroberfläche gekippt, dreht sich um und ist um 50 Jahre verjüngt. Zwar ist sie immer noch kein Mädchen, so aber immerhin eine Mittdreißigerin mit rotem Haar, die, arbeitete sie im Einwohnermeldeamt, als kess gelten dürfte.
Erstaunt von der - und vermutlich ein wenig neidisch auf die Verwandlung ihrer Freundin, begibt sich die zweite Dame ebenfalls in den See und verjüngt sich. Bald darauf tauchen die passenden Burschen auf, das Duett wird zum Quartett und man singt, plantscht, tanzt und neckt sich, dass es eine Freude ist. [Der ontologische Status geträumter Melodien]
26
November
Freudenanspruch
Ob wir schon aufgeregt seien und uns auf das Kind freuten, werden wir jetzt immer öfter gefragt. Es scheint mir ungewöhnlich, dass ich darauf nicht klar antworten kann. Aufgrund meiner völligen Unerfahrenheit mit eigenen Kindern ist es eher so, dass ich überhaupt nicht weiß, wie es mit Kind sein wird. Ich weiß zwar, dass meine Familie toll ist und ich langfristig auch so etwas will. Natürlich finde ich auch, dass kleine Babys süß sind - wer tut das nicht? Aber wie es ist, ein eigenes Baby zu haben, das weiß ich nicht und deshalb kann ich mich nicht geradeheraus darauf freuen. Dennoch bin ich mir sicher, dass es in keinem Fall besser gewesen wäre, noch länger zu warten. Wenn man etwas will und handeln kann, ist warten nie besser.
25
November
Klug
Vorgestern morgen im Radio erinnerte Alexander Kluge im Zusammenhang seiner Marx-DVD an Adam Smiths Bemerkung, er habe noch nie zwei Hunde Knochen tauschen sehen.
[Alle Klugen schmücken sich mit fremden Federn]
24
November
Teufelssteinchen
Eine Freundin erzählt von einem Pfarrer, der bei Unglücken von den kleinen Steinchen des Teufels im Rad des Alltags spricht. Diese Redeweise ist charmant, hatte bei besagtem Pfarrer aber den Nachteil, dass er gegen besagte Steinchen nichts anderes als beten unternehmen wollte. Das hieß konkret: Bei einer Autopanne wird nicht der ADAC gerufen.
[besagt!]
23
November
Zeitgemäß
Brunchen ist zwar zeitgemäß, aber man sagt nur noch frühstücken dazu. Jetzt kommt ein Wortspiel: "Brunchen" ist abgefrühstückt. Man lädt heutzutage zum Frühstück und meint immer, dass man davon bis abends satt wird. Mitte der Neunziger war das Wort Brunch in Deutschlands gehobener Mittelschicht neu - hat man vorher tatsächlich Frühstücksgäste mit einem Brötchen abgespeist? Das war wohl noch niemals zeitgemäß. Piraterie ist es dagegen wieder, das braucht man sich nicht zu fragen.
22
November
Rote Laterne
Bremen bildet bekanntlich das Schlusslicht der Pisa-Studie. Vielleicht war dies der Grund warum mir träumte, eine Theatergruppe habe sich bei ihren Gastgebern dafür bedankt, dass man sie auf ihrer Bühne habe "goutieren" lassen.
21
November
Befindlichkeiten der Hippness
Gestern dachte ich, man könne nur hipp sein, wenn man sich gut fühlt. Heute morgen fühlte ich mich bestätigt, denn es war schlechtes Wetter. Erster Schnee zwar, aber er war so feucht und unwirtlich, dass selbst die coolsten Hipster zu geduckten und durchnässten Würmern werden mussten. Dann hörte ich PeterLicht und dachte, hmm, der ist auch hipp, aber er fühlt sich nicht gut. Geht also doch.
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