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... neuere Stories
22
Oktober
Gelungene Mischung
Ich lese: "Insgesamt kommt ihm das episodische Buch wie eine höchst gelungene Mischung aus Rainald Goetz, Joseph von Eichendorff, Sibylle Lewitscharoff und Rainer Brüderle vor."
21
Oktober
Morbus
Weil ich immer meine, keine Zeit zu haben, schreibe ich kurz, hektisch und klaue Sprüche. So auch jetzt: Die Umgebung der Staatsbibliotheksniederlassung im Westhafen zu Berlin versprüht den moabiden Schaam von Moabit. "Morbido" heißt auf deutsch übrigens einfach "weich". Man kann also tatsächlich die morbide Haut einer Dame loben.
20
Oktober
Euphem
Wenn das Kind befehlend brüllt, loben nette Bäckersfrauen seine kräftige Stimme.
19
Oktober
Sonntag vs. Montag
In Sonntagsreden fordern alle immer ganzheitliche Blicke und ethische Reflexion. In ihren Montagshandlungen brauchen sie aber brave Spezialisten.
18
Oktober
Zwänge
Ich leide unter Zwängen. Alles muss ich aufräumen oder sortieren. Am besten nach Farbe. Und möglichst viele rechte Winkel, klare Kanten, eine strenge Linienführung.
![]() Ich muss mich von diesen Zwängen befreien, das Wilde, das Wuchernde zulassen. Zerfaserung aushalten. ![]()
17
Oktober
Gehaltvolle Tautologien
Wir werden angerufen, weil das Kind weint. Ich sage: "Entweder ich komme wieder, oder nicht." In die Sprache der Aussagenlogik übersetzt "P oder ~P". Trotzdem hat meine Aussage einen Gehalt und der lautet: "Kümmert euch nicht um mich!"
15
Oktober
Neigungen und Abneigungen
Meine Abneigung vor ernster Begeisterung und ernsthafter Darstellung dieser Begeisterung für Kunst ist leicht zu erklären: Die Gefahr der falschen Pose ist groß, Kennertum könnte vorgeschoben sein, ja selbst das Interesse ist möglicherweise nicht echt. Ein Witz kann dagegen nicht verlogen sein, er kann nur schlecht sein und das kann jeder Zuhörer für sich beurteilen. Allerdings, so könnte man einwenden, ist Sofort-Erkennen, ja gerade das, was der Kunstkenner nicht will. Er will changieren, posen, andeuten, verbergen. Vielleicht gehört auch einfach nur Mut zum unironischen Kennertum und ich Schwächling fühle mich nur in Anführungszeichen wohl. Oder in geraden Sätzen und klaren Aussagen, ich analytischer Philosoph, ich.
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