letzte Kommentare: / "finanzielles Mitleid"... damals / So wird es oft gesagt,... froschfilm / Das Problem ist... damals


29
Dezember
Privat-Sprache
Es gibt in meiner Familie einen Ausruf des Erstaunens, der sich nicht googlen lässt. Er lautet (Trommelwirbel): "Mensch, Maier, Ozean!" und ist mir so geläufig, dass ich mich erst jetzt über ihn wundere.

 
 
28
Dezember
Doch mehr Geräte
Doch noch was, wo wir gestern bei Geräten waren. Ich bin besessen von ihnen. Wir hatten einen hässlichen rosa Regenschirm. Er verschwand. Mir träumte, jemand hätte ihn gefunden. Träum doch mal von was besserem, dummes Unterbewusstsein, dachte ich. Es folgte brav und bat mir heute folgendes: Ich war der auserwählte Harry-Potter-artige Held, der in einem Zweikampf mit einen schrecklich unbezwingbaren Gegner die Geschicke für irgendwelche Leute, für die ich anscheinend kämpfe, wenden soll. Als ich einwende, es gäbe da ein Problem, ich könne gar nicht kämpfen, am wenigsten mit meinem Brotmesser, erklärt man mir, das sei auch gar nicht nötig, es stehe sowieso fest, dass ich gewänne. Ich kämpfe nämlich für die Playstation 3 Besitzer und die brauchen ein Sieg, sonst springen sie bald ab, immer verlieren will ja keiner. Es geht also nur darum, dass ich gut aussehe und die Leute unterhalte. Etwas fuchteln. Das kann ich wohl. Der Endgegner ist (nicht: entpuppt sich als) eine geile Schlampe (nicht: attraktive junge Dame), die das Spiel ebenfalls durchschaut hat und mit mir durch die Kulissen tanzt und sich auch mal in den Pool werfen lässt. Wir verstehen uns - sie hatte lange Zeit unter ihrem Intellekt zu leiden. Für Frauen sei das ja immer eher ein Nachteil, man wird so oft missverstanden, als kluge Frau. Genre-typisch (ich träume wohl eine Art Live-Rollenspiel) geht es episodenhaft und unbegründet weiter, es wird gestürmt, gefeiert, geknutscht - kurz man tut alles, was effektvoll rüberkommt. So sollen Träume sein. Nicht von rosa Regenschirmen sollen sie handeln.

 
 
27
Dezember
Erfahrungen statt Geräte
Jemand rät sehr weise, wenn auch etwas offensichtlich, man solle sich Erfahrungen anstatt von Geräten kaufen. Ich verstehe ihn, doch nimmt die Menge der Geräte pro Weihnachten unaufhaltsam zu. Wollen wir hoffen, dass die Geräte schöne Erfahrungen ermöglichen.

[Wollen wir hoffen. Besinnlichkeitssatz Galore. Jetzt aber wieder Schluss damit!]

 
 
22
Dezember
Keine Witze über Namen
Neuer Lieblingsnachname: "de Biel"

 
 
21
Dezember
Chliché
Wenn berühmte Leute klischeehaft inszenieren, dann spielen sie mit Klischees.

 
 
20
Dezember
The Question
Zum Fest des Konsums noch mehr belanglose Werbekritik. Das Unternehmen "Tally Weijl" warb kürzlich mit dem Slogan "sexy or sexy, that is the question" und legte dazu modische Totenköpfe in die Schaufenster. Nicht nur ist dieser Spruch ein weitere Beweis für die These des Herrn Goldt, dass "sexy" (neben dem Wort "Glamour") eines der kleinbürgerlichsten überhaupt geworden sei. Nebenbei: kleinbürgerlich sei das heutige Wort für "spießig", denn zum Spießertum bekennten sich heute alle. Wer mit "nicht nur" beginnt, muss mit "sondern auch" fortfahren. Also: Sondern man kann sich hier auch eine schöne Entstehungsgeschichte ausdenken. Eine Germanistikstudentin schlug in Anlehnung an Hamlet die Totenköpfe und den Spruch "to be sexy or not to be sexy" vor. Der Marketing-Chef fand das zu negativ und grüblerisch. Bin isch sexy oder sexy - da darf es keine Fragen geben.

 
 
Love
Für den Claim "Weil wir euch lieben" mussten Werbe-Texter bestimmt noch länger nachdenken als für den nicht minder originellen Spruch (der keiner ist) "das Auto".

 
 
18
Dezember
Betrug
Ist der Unterschied zwischen Betrügern und Trickbetrügern, der, dass die Betrüger einfach nur plump lügen und keine Tricks parat haben?

 
 
Witze, die man machen muss
Pflichtwitze sind folgende:
  • Jemand geht in einen Meetingraum, findet aber die erhofften Meetingteilnehmer nicht und kommt zurück. Man sagt: Oh, effizientes Meeting.
  • Jemand geht am Freitagabendnach Hause, hat aber etwas vergessen und kehrt kurz darauf zurück. Man begrüßt ihn mit "Guten Morgen, wie war dein Wochenende?"
  • Im Kino ist die Werbung vorbei, der Vorhang zieht sich zum Rollenwechsel noch einmal zu. Man steht auf und deutet an, dass es Zeit sei, zu gehen.
[Vorhänge im Kino. Traditionskinos, die keine "Programmkinos" sind!]

 
 
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Last update: 5. Mai, 10:44
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