| letzte Kommentare: / "finanzielles Mitleid"... damals / So wird es oft gesagt,... froschfilm / Das Problem ist... damals | |
|
... neuere Stories
27
Januar
Kind/Sinn
Oft wird gesagt: Kinder stiften dem Leben Sinn. Warum wird selten gefragt. Auch eher selten wird in letzter Zeit auf solche seltenen Fragen geantwortet, dass Kinder rundum glücklich machten. Oft wird vielmehr betont, welchen Ärger und wie viel Arbeit sie erzeugen. Dennoch: Sinn.
Sinn wird gestiftet, wenn man sich um etwas kümmert - ob mit Freude oder Missmut ist nebensächlich. Und Kinder sind, kaum geboren, einfach da. Man muss sich um sie kümmern, es geht gesellschaftlich und auch biologisch kaum anders. Ob sie dabei Freude machen, unsere Zukunft (oder die Rente!) sichern oder diese gerade zerstören (die Umwelt!), ist dabei unerheblich. Und selbstverständlich sind Kinder nicht die einzige, oder auch nur eine besonders wertvolle Art der Sinnstiftung: Sich um Kunst und Kultur, Umwelt oder Armut, Mathematik oder Darmverschlüsse zu kümmern kann genauso wichtig, oder wichtiger sein. P.S.: Für Nixchecker mal ein "P.S.": Aus diesem Beitrag kann man rein gar nichts über meine Beziehung zu meinem Kinde ableiten. Nicht mal, dass ich eins habe.
26
Januar
Ewig vorne
Der uneinholbare Vorsprung von Eltern in Verwaltungsdingen, wenn sie mit Papierformularen zu tun haben.
25
Januar
Dumm
Arbeit für Geld macht doch dumm. Also ausschließlich klug für eben diese Arbeit für Geld, aber eben nicht darin klug, worin man klug sein will. Höchstens zufällig, es sei denn, man war einer von denen, die schon immer ganz genau wussten, was sie machen wollten und das dann auch getan haben.
Sicher klug, in dem Sinne, in dem man es sein will, macht nur Arbeit für einen selbst.
24
Januar
Einfach nicht verstanden
Ich bin entweder alt, oder dumm oder klug oder alles oder keins, aber die aktuellen Social-Media Trends Julia Engelmann und Markus Lanz gegen Sarah Wagenknecht verstehe ich so gar nicht.
23
Januar
Maps-Hack
Jemand hat es geschaft, dass auf Google Maps die einzigen landschaftlichen Sehenswürdigkeiten das "Elbdeichvorland" und - recht genau in der Mitte - das "Horn mit Kahlköpfchen" angezeigt werden. Dort haben Kinder Fotos hochgeladen. Der sympathischste Hack jemals.
Und hier für die Nachwelt: ![]()
22
Januar
Der Hobbylinguist
Ist dieser Anglizismus neu, oder fällt er mir erst jetzt auf? Ständig wird das "ever" am Satzende ins Deutsche übersetzt, es wird also z.B. vom "höchstbezahlten Kunstwerk jemals" gesprochen. Das geht doch so nicht. Niemals.
21
Januar
Sief
Schlingensief fand ich immer irgendwie geil, auch wenn er nie so ganz mein Fall war. Aber Respekt vor dem genialischen Wahnsinn hatte ich. Jetzt in Berlin die Retrospektive, viel wildes Geschwurbel wieder dabei, alles sehr unordentlich und auch staubig, für Allergiker kaum zu meistern, dieser Animatograph. Für Epileptiker wahrscheinlich gar nicht. Akustisch und von der Raum-Verwirrung ist aber doch ein Effekt da, allein das nervenzehrende Wummern und Dröhnen. Grundsätzlich müssen die alten Strukturen aufgebrochen werden, alles zerfällt, zerfasert. Hierzu Wolfgang Herrndorf: "Fäden ins Leere laufen lassen und am Ende keine Lösung haben, ist nicht originell, nicht postmodern, sondern einzig und allein ein mächtiger Schmerz im Arsch." Das trifft auch auf manche Filme von den Coen-Brüdern zu (auf manche allerdings gar nicht!).
Am besten gefallen mir bei Schlingensief die anarchischen Dokumentationen und da die uneindeutigen wie FreakStar 3000. Was Parteienscherze angeht ist Martin Sonneborn um Klassen besser, aber bessere Scherze sind ja irgendwie auch weniger Kunst. Seltsam: Die Kunstkennerblicke, auf schlechte schwarzweiß Nazipornos gerichtet. Auch: Schlingensiefs Zeug altert schlecht. Weil: Es funktioniert besser, wenn ein wilder Irrer hinter ihm steht, der gerade damit irgendetwas Krankes machen MUSSTE. Und nicht ein Archivar, der das irgendwo zusammengeklaubt hat und in Vitrinen stellt.
... ältere Stories
|