| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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... neuere Stories
20
September
Billigbäcker
Jemand und meine innere SPD reden mir ein, ich solle nicht beim Billigbäcker kaufen. Mach ich aber trotzdem. Die Angestellten kriegen immerhin Mindestlohn, dessen bester Effekt (für mich!) ja ist, dass er mein Gewissen bei der Inanspruchnahme billiger Dienstleistungen entlastet und vor allem: Das Laugengebäck schmeckt besser und gesunder ist das Backzeug in Bio vermutlich auch nicht.
18
September
Schnick, Schnack, Schnuck
Das dööfste Wort für Schnitte ist ja wohl Schnecke. Fand ich damals, als der Musiklehrer gezwungen jugendlich vom Angraben der Schnecken sprach schon. Find ich jetzt immer noch, nur hab ich mich dran gewöhnt. Doch Gewohnheit ist des Urteils Feind.
15
September
Fehlfarben
Der übelste Produktfail in den letzten Jahren ist ein Markenbikini der zwar hübsch aussieht aber konsequent bei jeder Berührung mit Wasser abfärbt.
14
September
Das Amt
Berlin sei miserabel verwaltet, sagt man. Das weiß ich nicht, davon merke ich nicht viel, abgesehen vom fehlenden Großflughafen, was mir persönlich nicht unrecht ist. Das Finanzamt ist jedenfalls grandios, zumindest tun die Damen und Herren hinter der e-Mail an der Platznummer 18 alles, was mein Steuerherz begehrt: Antworten schnell, akzeptieren Screenshots oder abfotografierte Belege und sind, man höre und staune, schriftlich bestens gelaunt und teilweise sogar albern. Ein albernes Finanzamt, das mir großzügig Steuern erstattet - das nennt man in Deutschland wohl schlecht verwaltet.
12
September
Chancen
"Gib deinem Schutzengel eine Chance!" steht überall an den Autobahnen. Sehe nur ich das als Aufforderung, sich in Gefahr zu begeben, auf dass der Schutzengel die Chance habe, mich zu retten?
Und könnte ich auch mal weniger pubertäre, sanftere, komplexere Gedanken haben? Subtilere Dinge bemerken? Zur Zeit wohl nicht.
11
September
Radial
Und nochmal so ein Reklame-Posting: Die 10 Jahre-Radialsystem Party. Ich kam erst spät, wollte Freunde treffen und hatte mich mehr auf die Radfahrt durch die Spätsommernacht als auf die Party gefreut. Doch es kam anders. Die Musik nahm mich mit, obwohl sie eben nicht nur auf die alten Hits setze, die immer funktionieren. Die Menschen waren kein Partyvolk, sondern hatten Spaß. Und ein Ausstattungsdetail war vorhanden und sollte auf keiner Party im Sommer fehlen: Ein Ventilator mit 3 Metern Durchmesser und Hintergrundbeleuchtung - mit flatterndem Haar und wahlweise Kleid oder beidem und Gegenlicht sehen alle aus wie Silhouetten im Videoclip. Draußen noch die Spree und ein Lagerfeuer und vor allem alles grundsympathisch: Da kann sich der benachbarte Kater davonschleichen.
10
September
Liepnitzsee
Vorteilhaft, wenn man nicht gelesen wird, ist ja, dass man völlig unvorsichtig Empfehlungen geben kann - hier werden keine Horden irgendwas überrennen, sondern nur ein paar Freunde Notiz nehmen. Also, jetzt öffentlich. Ich bin seit 2009 in Berlin und kein See kommt in keinem relevanten Kriterium an den Liepnitzsee ran. Heute war ich wieder dort, und es stimmt alles, vor allem, und das ist ja wohl eindeutig das wichtigste Kriterium: Das Wasser. Es geht nicht besser. Es ist blaugrün, klar, weich, vollkommen algenfrei, Strände und Zugang sind angenehmst. Es klingt übertrieben, aber das Wasser hat fast schon eine andere Konsistenz als das der üblichen Mieftümpel. Eher so, wie man es sich in Alpenseen vorstellt, aber dort ist es ja, wenn man sich mal reintraut ja eher beißend und nicht nur wegen der Kälte. Auch sonst ist alles perfekt: Saubere Wiesen, ein Imbiss der tatsächlich gutes Essen produziert, ein Becken für die Kleinen, ein netter Bademeister(!) als Bonus noch eine Insel mit Seil zum ins Wasser schwingen und gemischtem FKK- und Textilstrand. Mehr geht nicht. Der Eintritt ist auch im Rahmen und überfüllt war es heute nicht. Einzig: Die Anfahrt ist mit dem Auto deutlich bequemer als mit der Bahn, vom Bahnhof aus muss man ca. 30 Minuten wandern.
Ich verliere mich, kommt hier ja selten vor, das Fazit ist simpel: Wenn See bei Berlin, dann Liepnitzsee. Wenn man schon zehn Mal in einem Jahr da war, kann man auch wieder andere probieren.
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