letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


05
Januar
Toni Erdmann
Der Film Toni Erdmann wird mit Lob und Preisen überschüttet und gilt als Komödie. Dabei will er vermutlich gar keine sein. Er macht schon vieles sehr richtig - besonders das, was in deutschen Filmen oft grauenhaft daneben geht: Er trifft überall den Ton, auch in seinen Bildern. Seine Komik zieht er, soweit sie dann doch vorhanden ist, aus der Mischung aus sehr genauer Abbildung und völliger Absurdität, die sich den platten Effekt aber immer verkneift. Und sowas kommt bei Kritiker ja jedes Mal gut an, nur wird es dadurch meist nicht lustiger, Subtilität und Komik vertragen sich nicht. Eher anders rum: Wer lustig sein will, muss es wagen, platt und banal zu wirken, da kann dann durchaus Raum für Hintergedanken und Metaebenen sein. Im Film soll der Vater ein Scherzbold sein, die Art wie er spricht, ist aber leise und verhuscht. Das passt nicht, das passt vermutlich absichtlich nicht, aber es ist nicht zum Lachen.

 
 
04
Januar
1. Fehler
Produktionsmittel kaufen, anstatt Können zu verfeinern.

 
 
03
Januar
Abendstern
In der Philosophie ist das Standardbeispiel für zwei Begriffe, die das gleiche Objekt bezeichnen, aber doch etwas unterschiedliches meinen, Morgenstern und Abendstern - beides ist schlicht die Venus. Viel alltagsnähere Beispiele hört man von Kindern, die den Unterschied zwischen "leer" (nichts drin) und "alle" (auch nichts drin, muss aber irgendwann mal voll gewesen sein) oder "schon wieder" (pejorativ) und "noch mal" (neutral) noch nicht verstehen.

 
 
02
Januar
Snap
Ich argumentiere immer mit meinem Archivierungswahn gegen Snapchat, dabei wäre genau dieser ein Grund endlich mal Snapchat zu nutzen - Zwangsbefreiung!

 
 
01
Januar
The great Stink
Es riecht nicht gut. Mein Sohn nennt das missdünstig.

 
 
31
Dezember
Alles gut.
Wie für mich alles immer so in Ordnung aussieht, wie gut sich das Elend vor mir versteckt. Wie mir nicht Leute über die Füße kotzen. Wie problemlos Berliner Ämter (und sogar italienische!) für mich funktionieren. Man sieht, was man ist. Für mich ist alles gut. Sollte ich das ändern wollen? Das sehen natürlich schon, das geht ja auch leicht, man muss ja nur ein bisschen lesen, denken und tiefer bohren. Aber ernsthaft unzufrieden wird man so nicht, wenn sich immer alles gut anfühlt. Und unzufrieden muss man ja sein, wenn man was ändern will. Und ändern soll sich immer Vieles, denn nichts ist ja gut.

 
 
30
Dezember
Postnorm
Die Weihnachtskarte endet mit einer Entschuldigung, dass ihr Format nicht der Postnorm entspräche und sie deshalb in einem Umschlag geschickt werden musste.

 
 
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Last update: 23. Jan, 09:34
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