| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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... neuere Stories
06
Mai
Allein, Allein.
Das Single-Dasein als zeitgemäße Lebensform, selbst wenn man Familienvater ist. Fröhlich harmonisches Familienleben ist immer von gestern, irgendwie.
Schon Musil wusste das. Wobei: Der wusste ja alles schon, also leerer Satz, streichen.
04
Mai
Naming
Wo befindet sich das "Stundenhotel Romantic Lounge"? Natürlich in Triebstraße 6.
01
Mai
Unantstabarkeit
Wie brutale Naturschönheit selbst durch die enorme Gewalt der Tourismusindustrie nicht kaputtzukriegen ist. Also machbar wäre das schon. Natur wegsprengen, Betonklötze stattdessen. Aber so dumm ist ja niemand mehr. Es sind nur noch Zäune, Vermarktungsketten, Prozesse, franchiseartiges Betreiben der Natur. Aber das ist zu schwach.
27
April
Simplicity was always over.
Diese alberne Rede von der "Simplicity", wie alles einfacher werden soll. Es wird alles immer wilder, muss auch so sein. Es passiert immer mehr, die Jugend lebt in 30 Chats gleichzeitig. Da können Designer einzelne Aufgaben schlanker oder schneller machen, aber wenn eines nicht passiert, dann ist es Vereinfachung. Sondern stetig wachsende Entropie.
26
April
Spring, sprang, sprung
Man "springt unter die Dusche", niemals "steigt man in die Dusche", obwohl man genau dies tut.
25
April
Unendlich
Unendlich zartschmelzend, mein Lenor, äh Lindor. So abgestumpft bin ich, dass ich dieses Dummdeutsch schon hinnehme. Die klugen Devs dagegen fürchten korrekterweise eine Flutung des Zimmers, sobald der Schmelz begönne.
24
April
Eigenschaften
Robert Musil schreibt so schön, wahr und dennoch völlig falsch, viel zu eifernd intellektuell. Es muss ja gar nicht so sein:
«Wir sind eben Jugendfreunde. Du bist noch ein Kind gewesen, Clarisse, als wir uns schon in dem unverkennbaren Verhältnis einer ausgehenden Jugendfreundschaft befanden. Wir haben uns vor unzählig vielen Jahren gegenseitig bewundert, und jetzt mißtrauen wir einander mit inniger Kenntnis. Jeder möchte sich von dem peinlichen Eindruck befreien, daß er den anderen einst mit sich selbst verwechselt hat, und so leisten wir uns den Dienst unbestechlicher Zerrspiegel.» Doch halt! Musil stellt hier ja keine Thesen auf, er beschreibt einen Charakter. Und das macht keiner besser.
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