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... neuere Stories
26
Mai
Liberales Dilemma
So wie es individuell immer richtig ist, "den Fehler" nicht "im System" oder "den anderen" zu sehen, sondern bei sich selbst, so wenig zielführend ist das auf der politischen Ebene. Es sei denn, man kann zeigen, welche gesamtgesellschaftlich unerwünschten Effekte eine Reparaturidee auf Systemebene im Unterschied zu "mehr Eigenverantwortung" hätte. Dann müsste man aber eher einen anderen Vorschlag mit weniger unerwünschten Effekten suchen, als einfach die Schuld bei den Individuen zu sehen.
25
Mai
Fikkekind
Der sehr gute Film "Fikkefuchs" ist wie Deichkind: Er knallt derbe rein, Holzhammermethode. Beobachtet aber präzise und ist auf ähnliche Weise ironisch, indem er alles, was er in die Welt trötet genau nicht meint. Deswegen ist er, so wie Deichkind, auch nicht misogyn oder sonstwas.
24
Mai
Geschwätz
Oft kommt der Vorwurf, ein literarisches Werk sei "geschwätzig." Allein: Literatur ist doch nicht dazu da möglichst präzise und knapp einen Punkt zu machen. Kunstvolle Geschwätzigkeit ist schon fast die Basis der höchsten Höhen der Hochliteratur.
23
Mai
Love
Lovestorms* sind fast genauso leicht zu erreichen wie Shitstorms, nur sind sie noch langweiliger.
*props to Tom Noppen, himate.
22
Mai
Was mischt man? Man mischt Gift.
Das goldene Zeitalter: Mütter malen, Väter sammeln Schüttelreime.
21
Mai
Die Dritten
Die dritte, vielen kinderlosen Menschen nicht bekannte Bedeutung des Wortes "kommen" bezeichnet nächtlichen Milchdurst bei Säuglingen.
19
Mai
Lib.
Der Liberalismus setzt sich immer mehr durch und ist immer mehr unter Beschuss. Gerade wieder auf dem Titel der Zeit, den ich in einer Pizzeria las. Er trägt nicht als Philosophie der Gemeinschaft. Er befreit nicht, er vereinsamt. Er macht uns kaputt. Er ist seelenlos, zu den wirklich wichtigen Dingen kann er nichts sagen. Das kann alles stimmen, aber wollen die Liberalismusgegner wirklich eine Staatsphilosophie, die sagt wo's lang geht? Gerne in der Kunst, gerne als Religionsersatz, aber bitte so, dass es mit einem liberalen Staat kompatibel ist. Denn Staaten oder anderen aufgezwungene Gemeinschaften (man komme nicht mit dem Auswanderungsargument, was nur im Extremfall eines ist) sollen bitte möglichst inhaltsleer in dem Sinne sein, dass sie anderen Menschen und auch Gruppen die Inhalte ermöglichen. Wer dagegen argumentieren will, müsste vielleicht empirisch zeigen, dass diese Vision in der Praxis nicht funktioniert. Und da die Empirie in solchen Fällen immer extrem unsauber ist, kann man mich nicht überzeugen.
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