| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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... neuere Stories
15
Mai
Erkenntnis
Adleräugiger Beobachter und scharfzüngiger Redner, der mit spitzer Feder die Dramen unserer postkapitalistischen Gesellschaft seziert, der ich bin, bemerke folgendes: Die Werbung für Polizei und Rettungskräfte lügt. "Immer einsatzbereit, weil Katastrophen keinen Feierabend kennen" wird gesagt. Nun denn, ich war ja im Rettungsdienst und habe noch nirgends derart strikt regulierte Arbeits- und vor allem Feierabendsregelungen gesehen. Jede Überstunde konnte "abgefeiert" werden, jeder Bereitschaftsdienst war über Wochen geplant. Das ist natürlich gut so - aber warum sagt die Werbung das Gegenteil? Weil man mit dem Versprechen von Abenteuer mehr Leute lockt als mit dem Sicherheit - i n diesem angeblich so sicherheitsfixiertem Deutschland? Fragen, die die Welt bedeuten.
15
Mai
Kopf aus dem Fenster
Noch nicht ausreichend, weil gar nicht besungen wurde hier den Genuss, den Kopf aus Zugfenstern zu stecken. Fast hätte ich jetzt geschrieben "aus Zugfenstern, die man öffnen kann" - wie dumm kann man denken? Vielleicht hab ich zu oft den Kopf aus dem Zugfenster gesteckt? Es ist aber auch herrlich und ich empfehle es jedem, auch älteren Herren, die sich zu alt dafür fühlen. Denn: Bald wird das vorbei sein. Aber die Litfaßsäulen kommen wieder.
[stecken oder strecken - das ist hier die Frage.]
13
Mai
All
Alldieweil.
12
Mai
Stadt-Land Flucht
Aufwachsen auf dem Land ist toll. Kluge Kinder kommen da auf kluge Gedanken, bekommen genug Welt über Web und Medien rein, sind aber nicht vom Angebot zugedröhnt und können leichter was auf die Beine Stellen und lokalen Ruhm erlangen.
Alt werden auf dem Land scheint aber den Horizont einzuengen, man will seine Ruhe, sich nicht mehr mit all dem neuen Kram beschäftigen. Das kann man ja tun, wenn man in Rente geht oder sterben will, aber mit vierzig? Einmal Nachdenken: Na gut: Für ernsthaft gründliche Arbeit ist ein Mangel an Ablenkung wohl immer gut. Nochmal Nachdenken: Das kann man nicht Pauschalisieren. Toll. Wie lame ich immer bin.
11
Mai
Echt
Schreiben und Schauspielen ohne Klischees und plumpe Überspitzungen des Üblichen - das reicht ja schon fast. Daran scheitern fast alle, leider auch im Leben. Es ist vielleicht ein Grund, warum Filme und Bücher aus dem Ausland leichter funktionieren - man hat weniger feine Detektoren für Klischees. E
10
Mai
Die Liebe zu Beethoven
Geträumt, einen spannende Abschluss-Szene eines Filmes gesehen zu haben, irgendwas in einer U-Bahn. Unterlegt war die Szene mit Musik aus der Eroica (in Wahrheit war es die Gewittermusik aus der Pastorale, aber noch lieber wäre mir die Eroica gewesen).
Nach dem Film saß ich nachts draußen, in einem Cony-Island-artigen Vergnügungspark, alte Freunde mit neuen Kindern tauchen auf. Die Musik Beethovens noch im Ohr und Freude daran empfindend, nutze ich die Möglichkeit, im Kino nebenan den Film zurückzuspulen und den Bombast der Musik noch einmal zu genießen.
09
Mai
Mord
Am ersten Fahrradständer vor dem Hauptgebäude des Unternehmensitzes eines großen Bildungsverlags klebt ein Aufkleber mit der Aufschrift "Springer Mörder". Dieser Aufkleber verwirrt mich jedes Mal. Was will er sagen? Der (vermutlich Axel) Springer Verlag ist ein Mörder? Der Bildungsverlag könnte ein Springer-Mörder sein und damit würde er Gutes tun? Menschen die springen sind Mörder?
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