| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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... neuere Stories
20
Mai
Filmlogik
Filmlogik ist oft Lebenslogik, weil wir unsere Leben anhand von Rollenmodellen und Lösungsstrategien in Filmen modellieren. Das stimmt allerdings nicht bei Großmüttern. Erstens sind die Großmütter in Filmen immer grauhaarig, in echt sind sie das gar nicht mehr. Außerdem sind sie in Filmen immer cool und lebenspraktisch, in Wahrheit allerdings meist sorgenvoll oder verwirrt.
19
Mai
Family Affair
Der Terminus "Wischetuch" für "Küchentuch" ist doch ein hübscher Familienpleonasmus, n'est pas?
18
Mai
In
Bin ich schon introvertiert, wenn ich starke Sympathie für andere Introvertierte habe, weil mir die typischen Extrovertierten zu oberflächlich scheinen?
17
Mai
Jerks
Jerks von Christian Ulmen beobachtet bisweilen genial und trifft den Ton. Allerdings ist nur jede zweite Folge gut. Die schlechten nerven mich, weil sie meist nur aus einer Mischung aus Fäkalhumor und Eifersüchteleien bestehen, die ich nicht nachfühlen kann. Körper finde ich nicht eklig und Eifersucht ist für die Schwachen.
Überhaupt: Eifersucht. Proust ergeht sich hier in ausufernden Beschreibungen, aus denen ich beim ersten Mal vielleicht noch lernen kann, wie das sein könnte, bei den Wiederholungen aber nur noch denke: Warum? Aber Menschen sind nicht rational, ich weiß, ich weiß. [Proust und Jerks in einem Beitrag. Blasphemie!]
16
Mai
Kopf-Stein
Ich wundere mich ja gerne, das Retro-Elemente so zuverlässig Gefühle erzeugen. Am absurdesten und offensichtlichsten ist dies wohl bei Kopfsteinpflaster. Das hat große Nachteile und keine Vorteile außer der Retro-Romantik. Und die ist wirklich extrem stark. Steine auf einer Autostraße erinnern uns heimelig an Kutschen, die allerdings auf Asphalt auch besser fahren würden. Ich bin überhaupt kein Gegner und will alles platt asphaltieren (hmm, vielleicht doch - ich würde zumindest nicht für Kopfsteinpflaster demonstrieren). Ich wundere mich nur. Wir müssen das Wundern wieder lernen.
15
Mai
Erkenntnis
Adleräugiger Beobachter und scharfzüngiger Redner, der mit spitzer Feder die Dramen unserer postkapitalistischen Gesellschaft seziert, der ich bin, bemerke folgendes: Die Werbung für Polizei und Rettungskräfte lügt. "Immer einsatzbereit, weil Katastrophen keinen Feierabend kennen" wird gesagt. Nun denn, ich war ja im Rettungsdienst und habe noch nirgends derart strikt regulierte Arbeits- und vor allem Feierabendsregelungen gesehen. Jede Überstunde konnte "abgefeiert" werden, jeder Bereitschaftsdienst war über Wochen geplant. Das ist natürlich gut so - aber warum sagt die Werbung das Gegenteil? Weil man mit dem Versprechen von Abenteuer mehr Leute lockt als mit dem Sicherheit - i n diesem angeblich so sicherheitsfixiertem Deutschland? Fragen, die die Welt bedeuten.
15
Mai
Kopf aus dem Fenster
Noch nicht ausreichend, weil gar nicht besungen wurde hier den Genuss, den Kopf aus Zugfenstern zu stecken. Fast hätte ich jetzt geschrieben "aus Zugfenstern, die man öffnen kann" - wie dumm kann man denken? Vielleicht hab ich zu oft den Kopf aus dem Zugfenster gesteckt? Es ist aber auch herrlich und ich empfehle es jedem, auch älteren Herren, die sich zu alt dafür fühlen. Denn: Bald wird das vorbei sein. Aber die Litfaßsäulen kommen wieder.
[stecken oder strecken - das ist hier die Frage.]
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