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... neuere Stories
28
April
Zeit
Die Zeitung "die Zeit", ich mochte sie mal, in den Neunzigern, sie vertrat angenehm liberale Positionen und öffnete mir intellektuelle Welten. Und es gab den Dilbert Comic und Sondermann im Zeitmagazin, irgendwie unverständlich anders und daher interessant. Herdentrieb, das war ein guter Blog auf Zeit online! Dann gab es eine Phase, in der mir die Zeit alle paar Monate Gratisabos schenkte und mir damit endgültig klar machte, wie dünn sie geworden war. Anstatt erhellender Analysen, werden die graumelierten Herren beschrieben, die in gläsernen Gebäuden dahinschreiten.
Aus Gründen hörte ich jetzt den Zeit-Wirtschafts-Podcast "Ist das eine Blase". Leider ging nichts davon über Zeitungsheadlines hinaus. Dünnlich dümmliche Statements, unangenehme Stimme, nichts gelernt. Dann lieber wieder Dwarkesh Patel der immer schlauer wird.
27
April
Ausrasten
Im Lied "Der Bluntschli" von Georg Kreisler finden sich folgende Zeilen:
"Ich sitz grad im Gasthaus Bei an Glas Wein und rast aus" Diese Nacht im Traum wurde mir endlich dieser scheinbare Widerspruch aufgelöst, wieso sollte jemand in derart gemütlichem Setting ausrasten? Jetzt ist es sonnenklar: Kreisler ist Österreicher und wenn er "ausrastet" ruht er sich aus. Endlich Sinn!
25
April
Gerichtstraum
Ich habe das kurze Autorenn-Spiel "Finn" geschaft, zum Dank gibt es in unsere Hotelzimmer Himbeereis auf Tacos ans Bett. Harmoniert erstaunlich gut und die Tacos bleiben trotz Eis noch knackig.
24
April
Hobby Linguist
“One issue with French is that it’s syllable-timed, meaning that in French, every syllable is roughly equivalent in length,” he writes. Meanwhile, in English the syllable lengths vary. Sidnam argues that these differences make them ideal fits for specific music genres. French is naturally disposed to the smooth beats of electronica, while English electronic music (like Aphex Twin) tends to sound more “rhythmically chaotic.” English’s variable syllable length makes it a perfect fit for rock’s emphasis on the second and fourth beat."
Aus einem Werbe-Newsletter: https://medium.com/blog/music-is-in-the-math-that-holds-the-universe-together-58437f74ae33
22
April
Innere Freude
Wenn wir angeblich unser inneres Kind nie verlieren, also niemand jemals wirklich erwachsen wird, so erwachsen wie die Erwachsenen aus Kinderperspektive schienen, warum werden wir dann langweilig? Spielen weniger, machen weniger Unsinn? Ist das innere Kind nur für die Ängste zuständig, aber nicht für den kindischen Spaß? Erwachsene Hobbies müssen irgendwann mit Ernsthaftigkeit betrieben werden, kindliche Freude über Jahrzehnte wirkt befremdlich. Vermutlich ist das alles gut so und hat seinen Sinn, aber es ist traurig und vielleicht der Grund, warum Menschen nicht gerne altern, zumindest die ehemals lustigen nicht.
21
April
Orga
Beobachtung: Tools, Automatisierungen, strikte Prozesse zur Arbeitsorganisation werden von genau den Leuten gepriesen und probehalber eingesetzt, die unorganisiert sind und öfter mal nicht antworten oder Dinge unter den Tisch fallen lassen.
Mit ihren neuen Systemen geht alles automatisch, sagen sie sich - und mir. Und trotzdem werden sie nicht zuverlässiger oder organisierter. Weil sie Organisation und Struktur nicht mögen, sich davon eher eingeschränkt als unterstützt fühlen? Genau deshalb ignorieren sie dann auch irgendwann ihre Systeme und Automatisierungen. Und vollständige Automatisierung gibt es noch nicht, erscheinen und endgültig entscheiden muss immer noch der echte Mensch.
20
April
Körper
Von Jens Friebe schon 2004 besungen: Körper sind unsere Zukunft, der Geist wandert in digitale Sphären, zumindest möglicherweise und in naher Zukunft. Wobei auch das nicht sicher ist: Die inhärente Tendenz zur Mitte der aktuellen künstlichen Intelligenzen könnte bewirken, dass sie immer seelenlose und mittelmäßige Denker bleiben werden - meint zumindest Erik Hoel in einem schönen Text.
Dennoch: Schon die aktuelle Propaganda gegen den menschlichen Geist bewirkt bei mir, dass ich weniger finanzielles Mitleid mit Menschen habe, die ihr Leben mit Tanz verdienen. Sie sind die Zukunft, denke ich jetzt.
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