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... neuere Stories
06
März
Stadt der Extreme
Im Klischee sind Berliner rau und unfreundlich. Dieses Klischee hat einen Bezug zur Empirie. Was dagegen nie erwähnt wird, sind die über alle Maßen freundlichen Berliner, die eben auch existieren. Diese Menschen, die bei normalen Servicedienstleistungen vor Freude platzen und einen mit ihrer guten Laune derart anstrahlen, dass selbst mürrische Menschen wie ich nicht anders können, als fröhlich zu werden. Lasst sie wieder beginnen, die flach fröhlichen Beiträge über Städte oder Kieze, verschwindet doch mal für eine Weile, ihr großen Themen!
22
Februar
Danke!
Die meisten schimpfen gerne, alles zerbröselt, Deutschland schafft sich ab, etc. Ich bin dagegen sehr oft glücklich, heute mal wieder über unser Gesundheitssystem. Alles super, alles kostenlos, mit Aufwand und Sorge um jedes Detail kümmert man sich um alle Kinder. Für jedes Spezialproblem gibt es besondere Behandlungen, auch die Psyche wird ernstgenommen.
Ich denke mir das nicht aus. Es stimmt objektiv, so weit man die Qualität von Gesundheitssystemen objektivieren kann: https://astralcodexten.substack.com/p/book-review-which-country-has-the Danke!
20
Februar
Friedenspflicht
Was soll eigentlich dieser Schwachfug mit der "Friedenspflicht" während einer Olympiade? Wenn keine Olympiade ist, wäre Angreifen ok? Wenn das funktioniert mit dieser Friedenspflicht, dann wäre die Lösung zum Schutz der Ukraine ganz simpel: Einfach Friedenspflicht für immer einführen. Und vielleicht noch Kriminalität verbieten.
24
November
Waage
Ich liebe anscheinend hyperrationale Menschen mit Witz und Meinungen. Ich selbst versuche eher immer auszugleichen, abzuwägen, zu mäßigen. Das ist vermutlich richtiger, aber langweiliger. Mein Lieblingsblog oder Substack https://astralcodexten.substack.com/ ist das Paradebeispiel. Immer schnell dabei mit einer knackigen Aussage, keine Furcht vor Meinungen, dabei aber so wohl abgewogen und begründet, dass man sich kaum zu widersprechen traut. Interessant wird das aber nur, weil es lustig und auch oft falsch ist, aber dann mit Verve vorgetragen und ohne Angst davor, sich zum Deppen zu machen.
08
November
Aufklärung
Schönes oder eher hässliches Paradoxon oder eher Oxymoron, dass das einzige, was Kinder heute hart auswendig lernen müssen, die Definition der Aufklärung von Kant ist.
11
Oktober
Hören statt sehen
Gibt es eigentlich psychologische Studien, dass ungeeignete Filme bei Minderjährigen mehr Schaden anrichten können als Bücher oder Hörbücher? Oder gibt es die FSK nur deshalb, weil Gewalt und Sex bei Filmen so direkt sichtbar sind und hier "das Böse" klarer zu Tage tritt? In die Psyche graben sich aber Bücher und Hörbücher vermutlich tiefer ein, aber Tiefe ist anscheinend egal, es zählt die Oberfläche, für mehr ist keine Zeit.
01
Oktober
Externe Zwänge
Wenn man auf einer Feier die Leute zum Tanzen bringen will (und das muss man ja wollen), gibt es nur 10 % Möglichkeit der Varianz in einer Playlist. Man muss ja wirklich immer nur die allerbesten Lieder spielen. Wenn man nur minimal abweicht, leert sich die Tanzfläche sofort. Deshalb kann man auch nicht öfter als einmal pro Monat DJ auf Parties mit gemischtem Publikum sein. Sonst fängt man an, die besten Lieder zu hassen.
26
August
Bravo!
Menschen, die in ihrer Jugend die Bravo wirklich gelesen haben, also nicht nur verstohlen in einige Ausgaben geblickt haben, sondern viele davon zu Hause hatten, denken, dass "Petting" tatsächlich ein Wort im deutschen Sprachgebrauch sei.
Vermutlich sind sie auch anderweitig verwirrt, durch Grafiken wie diese: ![]()
13
Juli
Küche als Ort der Wahrheit
Ich liebe reflektierte Küchenpsychologie, also nicht das Äquivalent zur Stammtischdiskussion, sondern die wohlabgewogene Spekulation über Ursachen und Gründe von Verhalten. Zwei Fragen tun sich dabei auf:
1. Warum "Küchen" Psychologie? Wird in der Küche besonders gerne psychologisiert? Unterstellt man Frauen, besonders gerne in der Küche zu sein und dort zu psychologisieren? 2. Werden küchenpsychologische Hypothesen gründlich empirisch erforscht, also abseits psychoanalytischer Denkschulen? Hier könnte man sich leicht ein ganzes Forschungsprogramm vorstellen, das es vermutlich schon gibt.
19
Juni
Gottergebenheit
Wenn mir eines in meiner Jugend gelehrt wurde, dann ist das eine Art gottergebene Bescheidenheit. Eingriffe in die Natur galten als gefährliche Hybris, sozialtechnische Eingriffe in die Schicksale von Menschen waren zum Misslingen verdammt, Steuerung galt per se als nicht möglich. Vermutlich ist da viel dran, allerdings wird mir erst jetzt der Fatalismus dieser Weltsicht klar. Im Valley (natürlich, wo sonst?) herrscht da ein völlig anderer Geist - genau der, vor dem bei uns immer gewarnt wurde, aber de facto auch der, der Verbesserungen überhaupt möglich macht.
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