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... neuere Stories
27
Juni
Star Wars-Scham
In der Mediathek unserer Bib kann man viele Filme ausleihen. Voller Freude lieh ich mir z.B. schon diverse Star Wars Episoden, die der Wiederbetrachtung meinerseits bedurften. (Verflucht, was ist mit mir los? Warum schreibe ich SO? Bin ich noch zwölf und will ich meinen Deutschlehrer mit Sätzen beeindrucken, die er dann doch hasst?) Zum Punkt: Beim Leihen eines Star Wars Titels gab ich der Dame an der Theke verschämt schweigend einen Zettel auf dem die Signatur stand. Niemals hätte ich ausgesprochen, dass ich so etwas wie Star Wars ausleihen möchte. Die Schmach ist schon groß genug, wenn das Medium über die Theke geht.
Kürzlich lieh ich mir die Oper Carmen aus. Natürlich hatte ich wieder die Signatur aufgeschrieben, aber diesmal hatte ich kein Problem die Dame unterstützend darauf hinzuweisen, was sich hinter dem Kürzel verbirgt. Es gibt doch einen Unterschied zwischen Hochkultur und Popkultur. Zumindest bei mir.
26
Juni
Fies nicht für die Gruppe
Eine Kollegin feiert ihren Abschied und ich musste lange überlegen, ob ich eine dunkelumrandete Karte mit der Aufschrift "Zum Abschied in tiefer Trauer" kaufen sollte. Da ich aber für eine Gruppe kaufte, musste es eine nette Karte sein. Da sieht man mal wieder, wie Gruppendenken alles langweiliger macht.
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Schleswig Holstein ist das Land der Horizonte, lerne ich von einem Schild an der Autobahn.
Wodka-HolunderBionade ist der Wodka-Redbull der neuen Spießer-Karrieristen. Selbstsichere Menschen haben einen Sozialmodus, den sie an- und ausschalten können. Unsichere Menschen sind sich ihrer Unhöflichkeit oft nicht bewusst. Fremdschämen ist sehr unziemlich. Eigenlob auch.
24
Juni
Konzepte
Es scheint so, als habe ich das Konzept "Coolness" nicht ganz verstanden. Cool zu sein heißt nämlich eigentlich, sich von nichts beeindrucken zu lassen. Ich dagegen denke, Wildheit und Exzessivität seien cool. Es gibt auch einen Grund für diese meine Verwechslung: Wer sich traut, öffentlich wild zu sein, ist cool, weil er sich nicht von dem zu erwartenden Spott beeindrucken lässt. Wer cool ist, muss sich auch was trauen. Wenn man etwas Exzessives getan hat, verlangt Coolness sowohl, dass man damit prahlt (ganz besonders im Übrigen, wenn man betrunken war, was mir gänzlich unverständlich ist!), aber auch, dass man so tut als würde man sich für sein Verhalten schämen. Diesen Bruch im Konzept Coolness verstehe ich nicht. Ich denke immer, es sei cooler, wenn man sich nicht schämt. Dies ist aber nicht wahr. Man muss die Brüche aushalten.
23
Juni
Cooler Schmerz
Zwei Tage Schmerzen in Füßen, Hüften und Nacken zu haben, weil man zu wild getanzt hat spricht für das Fest, auf dem man war, nicht wahrrrr?
20
Juni
Schmuddelkinder
Seit einiger Zeit liebe ich die Kills ja sehr. Weil ich sie so liebe, höre ich sie oft (oder umgekehrt). Nachdem das Album "Midnight Boom" durch ist, höre ich Franz Josef Degenhardt, weil sein Lied "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern" im Ordner "Konstantin Wecker und ähnliches" liegt. Daraus kann man erkennen, dass ich den Artikel "the" bei Englischen Bands weglasse, dass ich meine Musik alphabetisch sortiere und überhaupt noch Ordner verwende und dass ich die Kills, Konstantin Wecker und Franz Josef Degenhardt höre. Nicht nur die Milieus, auch die Persönlichkeiten zerfasern. Schön ist, wenn der Übergang von den Kills zu Franz Josef Degenhardt an unterschiedlichen Orten auftaucht und mir während seines Auftauchens die Erinnerung an den Ort seines letzten Auftauchens nahezu halluzinös vor das innere und damit sogar über das äußere Auge blendet.
19
Juni
Nagend
"Ihre größte Schwäche?"
"Ich bin besessen von meinen Einfällen, egal wie nichtig und belanglos sie sind. Wenn mir beim Zähneputzen etwas in den Sinn kommt und ich es nicht sofort in irgendeine Liste schreiben kann, die Idee dann aber durch eine Ablenkung verloren geht, kann es Stunden dauern, bis ich aufgebe zu versuchen sie wieder zu erlangen." "Die Franken sprechen ihre Universitätsstadt Erlangen ja ganz ähnlich aus."
18
Juni
Schärfen
Ich halte mich ja für eher unempfindlich, aber Kontaktlinsen nerven. Sie jucken zwar nicht, aber sie trüben ein, wenn man zu selten blinzelt. Brillen sind besser, besonders vor dem Bildschirm, selbst wenn es ein flacher ist. Das hat man davon, wenn man seine Brillen von Balkonen wehen lässt.
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