letzte Kommentare: / "finanzielles Mitleid"... damals / So wird es oft gesagt,... froschfilm / Das Problem ist... damals


11
August
Stil
Meine irrationale Ablehnung der Ratgeberliteratur. Ich will mich durchaus verbessern. Ohne Optimieren geht's ja heutzutage nicht. Selbst rumlümmeln will gelernt sein. Bestimmt können Ratgeber dabei helfen, beim Verbessern, nicht beim Rumlümmeln. Ich empfinde es aber als irgendwie stillos, Ratgeber zu kaufen. Völlig irr und falsch: Mein Ich soll sich aus sich selbst heraus verbessern. Nicht sich was von anderen diktieren lassen. Dabei geht das ja gar nicht. Aus sich selbst heraus kommt nichts. Aber wenigstens und das heißt ja Stil (neben der Irrationalität, die immer Voraussetzung für Stil ist!) - will ich mir meine Vorbilder selbst suchen und selbst die Kraft haben, sie nachzuahmen. Zumindest will ich mir das einreden können. Ich will nicht funktionieren, sondern sein.
Was Stil auch (leider) heißt: Nicht darüber reden, sondern haben. Aber nicht reden kann ich anscheinend nicht.

[Stil hieß auch mal: Keine Klammern]

 
 
10
August
Heimat 3
Das ursprüngliche, intensive und auch mysteriöse Gefühl von Heimat, das sich schon beim Betrachten vage bekannter ehemaliger Nachbarsdorfnamen in Google Maps einstellt.

[Nostalgiewoche]

 
 
09
August
Groß

Das war alles so neu und groß damals. Vor Tagen noch wollte ich mich innerlich wehren, gegen die These der "wilden 90er", die ich irgendwo las (ich weiß natürlich wo, schreibe hier aber irgendwo, weil so Zerstreutheit ja oft besser kommt). Ja, die waren doch recht wild. Und wir haben's am Ende irgendwie kapiert, was da ging. Mich ärgert die Ahnung, dass heute irgendwie nichts mehr geht, in der Literatur. Vorsichtige Versuche vielleicht, Mädchen-Provokationen sind auch vorbei. Kommen jetzt auch Retrozwirbeleien in der Literatur - so Kehlmann als Trend? Es gibt viele Fragen, es gibt nicht immer Antworten, speziell im Skispringen, schrieb wieder irgendwer.

 
 
08
August
Ontologie der MwSt.
Dass es sogar Abkürzungen für Dinge gibt, die es eigentlich gar nicht gibt.

 
 
07
August
Sommerloch
Eigentlich mag ich das Sommerloch. Die angeblich irrelevanten Quatsch-Themen finde ich oft viel spannender, als die brisanten Fragen der heißen Herbste.

 
 
06
August
Freundschaften
Die ärgerliche Wichtigkeit der Ähnlichkeit bei Freundschaften. Oder: Die Freude an der Überwindung von Milieugrenzen bei Kinderfreundschaften.

 
 
05
August
Urlaub
Das nostalgischste Gefühl im Urlaub gab mir eine Fliege, die Gefallen an meiner Kniewunde fand. Die unendlichen Sommer der Kindheit waren voll davon: Kniewunden und Fliegen drin. Wenn's härter kam, auch mal "Loch im Kopf".

 
 
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