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... neuere Stories
15
Juni
Ranz
War Berlin eigentlich auch mal edel oder wenigstens ähnlich wie andere Städte? Dieser verranzt, verramschte Dreckslook mit dem Uringestank in der Luft - ist der jetzt arm aber sexy? Man kann das alles mögen, sich aber dennoch wundern. Auch die Cafes. In München, Zürich, Wien sind die alten Institutionen prägend. Hier alles neu und bestenfalls liebevoll verramscht. Grandezza: Fehlanzeige.
14
Juni
Kunstluft
Dass mich moderne Kunst wirklich reinlegen kann, hätte ich nicht erwartet. Auf der Documenta ist es tatsächlich jemandem gelungen. Im Fridericianum, was man so als Hauptgebäude bezeichnen kann, ist im ersten Raum nur eine Vitrine, in der der Künstler in einem Entschuldigungsbrief erklärt, warum er sein Kunstwerk nicht vollenden könnte. Ansonsten: Ein großer, leerer Raum. Alle laufen etwas verwirrt rum angesichts des schalen Witzes. Die nächsten Räume sind auch leer, an der Türe unter dem Notausgangsschild klebt "No Exit". Ich denke: Schlecht. Schon oft gesehen, keine Idee. Nagut, der erste Raum, der wichtigsten Kunstausstellung der Welt. Aber trotzdem: Enttäuschung. Doch warum verflixt ist es hier unten so zugig? Draußen war es schon nicht angenehm, aber hier drinnen ist es ja fast noch kühler. Erst ganz allmählich kapiere ich, dass die kalte Zugluft das Kunstwerk ist. Genial!
13
Juni
Jemand sein
Etwas unbedingt wollen, durch etwas glücklich werden, das nicht die Abwesenheit von Unglück ist, Gründe für Gefühle nennen zu können, mal ne Pause brauchen, chillen, urlaubsreif sein.
12
Juni
11
Die Absurdität des Wortes "Nationalelf" (Quelle nicht auffindbar).
11
Juni
Hans albert
Nochmal zum Albern. Es immer zu müssen heißt wohl auch: Die Fähigkeit sich in etwas zu verlieren zu verlieren.
[Das Geheimnis feiern]
07
Juni
Ökogewissen
Billigfliegen, gibt's noch nicht lange, wird's vermutlich nicht mehr lange geben. Soll man das jetzt ablehnen als ökologischen Unfug, oder die Situation ausnutzen? Man argumentiere hier nicht mit der Umwelt, der sind Personen in Flugzeugen echt egal.
06
Juni
Fremd
Offen blieb noch, warum man albern muss. (Jawohl, man! Wenn ich nur über mich spräche, könnte ich schweigen. Ein bisschen Allgemeingültigkeit muss man(!) schon erheben.) Also: Albert man, befindet man sich in idealer Balance zwischen Nähe und Distanz zu seinem Objekt der Veralberung. Etwas irrelevantes ist des Alberns nicht wert, nimmt man etwas zu ernst und verbittet sich das Albern, ist die Gefahr der Blindheit, des Überschwangs und Pathos groß. Meinen Sohn nenne ich Albert.
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