| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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... neuere Stories
21
Mai
Dechif
Wie mir das Kritikenlesen nach dem Film meistens mehr Spaß macht, als die Filme. Die guten Kritiker interpretieren ja immer Szenen und finden darin passende Symbole, die ich, glücklicherweise, meist nicht bemerke. Mag schon sein, dass gute Filme oft mehr enthalten, als sich auf den ersten Blick erschließt. Entscheidend ist das aber nicht. Dramaturgie, Handlung, Sprache, Bildinszenierung - das sind schon so viele Ebenen, die so selten gut gemacht werden - da braucht's gar kein Meta.
20
Mai
Erzählungen
Wie gern ich erzähle, dass ich an einer Erzählung arbeite, weil ich gerne ein besserer Erzähler wäre. Wie ungern ich aber tatsächlich erzähle, sondern lieber frage, hinterfrage, anmerke und störe.
19
Mai
Infant?
Gilt eigentlich der Unwille, Chef zu werden auch als Indiz für die Infantilisierung meiner Generation, der Millenials, zu denen ich gerade so noch gehöre? Oder ist das nicht eher ein sympathischer Zug? Kommt vermutlich drauf an, ob man Kinder sympathisch findet. Dann müsste man Infantilisierung ja mögen. Aber es ist wohl wie immer weniger schwarz-weiß, sondern komplexer. Sogar Kinder sind weniger infantil als sie qua Wortbedeutung sein müssten. Das Leben, die Sprache, eine wabernde Suppe, die dann aber doch ganz gut taugt.
18
Mai
Verteilungsprinzipienmetaphern
Gießkannenverfahren, Rasenmäherverfahren, Windhundverfahren. Banachs und Knasters letzte Verkleinerung.
17
Mai
Realistischer Neid
Was soll ich tun, bzw. wo will ich hin? Der beste Kompass ist wohl Neid, gepaart mit mildem Realismus.
16
Mai
Toskanafraktion
Die Firma fuhr uns in die Toskana. Jetzt fragen die Leute: "Wie war es in der Toskana?"
Auf diese Frage kann man keine sinnvolle Antwort geben. Die Toskana ist genauso wie das Bild von der Toskana. Wunderschön hügelig, voll mit pittoresken Dörfern und kulturreichen Städten. Die Sonne scheint meist, das Essen ist hervorragend, der Wein ebenso. Selbst die vermutlich originelleren Antworten sind schon vollständig abgegrast: Die Italiener exportieren das gute Essen nicht, das behalten sie für sich und die Gäste in ihrem Land. Der Kaffee ist selbst an den schäbigsten Bars und Autobahnraststätten hervorragend und es gibt einfach nirgendwo schlechtes Essen, selbst der Mindeststandard ist unglaublich hoch. Aber weniger würde man wohl einfach als schäbig empfinden und mit Essen scherzt oder betrügt man nicht.
16
Mai
Detailverliebt
Es sagte der Philosophieprofessor in heiterer Runde: "Dann kommt da wieder der froschfilm (jaja, so heiße ich aufgrund eines Unfalls im Netz jetzt wohl) und erzählt alles bis ins letzte schlüpfrige Detail."
Ich antworte ihm schlagfertig: "Wenn man es geschafft hat, bei einem Philosophieprofessor als detailverliebt zu gelten, ist man wohl gut."
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