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17
November
Die Art der Franken
Als Schwabe behaupte ich jetzt mal dreist, dass die Männer aus Franken mit ihren hohen Stimmen, ihrer spitznäsigen Hemdsärmeligkeit und den selbstverdunkelnden Brillen noch unerotischer als wir Schwaben sind. Über Sachsen reden wir mal besser gar nicht.

 
 
16
November
Alles. Immer.
Es gibt so Leute die sagen, sie wollten alles vom Leben. Meistens machen sie dann irgendwas und sind sprunghaft. Kontinuität und Ruhe haben sie schon mal nicht. Oft wirken sie auch nicht zufrieden, was ja auch klar ist, wer immer alles will, kann ja gar nicht zufrieden sein. Ich habe noch viel mehr als diese Leute. Ich habe eine Familie und damit Erdung und Kontinuität. Ich kann aber alles andere, was sie so machen in Häppchen auch genießen. Ungekehrt können sie keine Familie in Häppchen haben. The grass is always greener on my side.

 
 
15
November
Spendenmoral
Sparsam zu Leben und nach seinem Tod einen Großteil des Vermögens zu spenden ist vermutlich sowohl folgen- als auch gesinnungsethisch besser, als jedes Jahr den gleichen Anteil direkt zu spenden. Man könnte, bei guter Geldanlage, mehr bewirken und man wäre weniger in Gefahr, sich in seiner eigenen Wohltätigkeit zu sonnen. Dennoch wirkt der schnelle Spender großzügiger, vermutlich weil die Einschränkungen seines sparsamen Lebens direkter mit der Spende in Zusammenhang gebracht werden.

 
 
15
November
Tage wie dieser
Drei Menschen lächelten mich auf dem Fahrrad an und zwar ohne dass ich Ihnen irgendwie seltsam im Weg war. Sie scheinen etwas zu wissen oder mich zu verstehen, mit mir etwas lächerlich zu finden, heute.

 
 
12
November
Mädchenwunder
Wie Ronja von Rönne das erste Mädchenwunder ist, das mir gefällt. Ihren Erfolg und ihre Selbstvermarktung, ihre billigen Provokationen, ihre Omnipräsenz, ihre konstruierten Witze, ihr Zurschaustellen von Unfähigkeit bei gleichzeitiger offensichtlicher extrem hoher Funktionalität - all das wäre extrem unsympathisch, wenn ich sie nur nicht so lustig, rotzig, clever, wild, adelig, zart, cool und wohldosiert seltsam fände. Dazu noch dieser herrliche Name. Ihre "Brand" ist einfach perfekt für mich. Wie groß oder wie originell das alles ist, was sie macht, ist mir völlig egal. Es ist wie bei Mando Diao: Das war vermutlich auch kein historischer Moment der Rockgeschichte, sie waren auch mal überheblich, aber sie haben für ein paar Jahre geknallt.

 
 
11
November
Tanten und Onkel
Dass "tantig" so etwas wie betulich bedeutet und mit "onkelhaft" ein lüsternes Verhalten gemeint ist, obwohl Tanten sehr oft junge Hüpfer sind und Onkel Ausbünde an Anstand.

 
 
10
November
Eitelkeit
Da schreibe ich einmal was von "gezwirbelten Lottmannesken" und schon habe ihn ihn zum Facebook-Freund. Oder hat er gemerkt, wie viel ich von ihm gelesen habe? Oder sympathisiert er etwa mit der onkelhaften Notgeilheit der letzten Beiträge? Wahrscheinlicher: Er ist seit Äonen zum ersten Mal wieder auf dieser Gesichtsbuch-Plattform unterwegs. Er.

 
 
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