letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


05
September
11
Meine anhaltende Verwunderung, was das war, was wir letztes Jahr am Liepnitzsee veranstaltet haben. Wie ich normalerweise denken würde, dass Feste maximale Partys sein müssen (zumindest ein Teil von ihnen). Weil die Alternative so "nette, entspannte Treffen" zu sein schienen, die zwar nett sein können, aber immer auch enttäuschen.
Partys mit hoher geplanter Eskalationsstufe gab es aber nun in den letzten Jahren zu Hauf' und sie gelangen nur noch selten. Daher dieses Ding auf der Liepnitzinsel, weil es da schön ist und natürlich auch, weil ich etwas anderes haben wollte. Wie es in vielen Hinsichten sehr unkommod und gerade nicht maximal war, aber eben: magisch. Zumindest für mich. Bis heute.

 
 
04
September
Fever?
Ist es meine Krankheit und die resultierende Entspannung, die mich Texte langsamer lesen lässt, oder ist die FAZ so fiebrig drauf? Ich bemerke Schlampereien in den Texten, aber auch Brüche, Fehlformen oder unpassende ironische Einwürfe.

z.B. hier der "Internationale Verein zur Ungestörten Betrachtung Nackter Frauen"
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/mauerbau-und-erdogan-statue-ueber-den-zustand-der-kunst-15766363.html

Oder hier die wirr-vage Einleitung und der plötzliche Wechsel in die Ich-Form:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/alternativ-begriff-fuer-mittelalter-eufrasisches-zeitalter-15760171.html

(und das fehlende https!)

 
 
30
August
V
Einzigartig in der deutschen Sprache, wie die Falschschreibung eines Wortes für die Vulva mit einem "V" anstatt eines "F's" diesem durch die hiermit entstehende Vulgarität zusätzliche Würze verleiht.

 
 
29
August
Wälzer
Nach Musil jetzt Proust. Wollte ich seit Jahrzehnten schon, schaffe ich erst jetzt, dank langem Radweg und Überwindung meiner Bildungsdünkel bezüglich Hörbüchern. Der unmögliche Vergleich: Musil knallt in den ersten Kapiteln gleich rein, Proust lässt ich Zeit mit tantigen Beschreibungen von Blümelein und Kindersorgen, weckt aber mit gezielten Gemeinheiten Hoffnung, dass es später noch gehörig knallen könnte.

 
 
27
August
Aldi
Die kluge Coccinella hatte mal wieder Recht und Stil. Vor Dekaden verteidigte sie die Coolness ihrer Alditüte, seit einigen Jahren hängt sie als Kunst bei uns an der Wand und erst jetzt erfahre ich, wie richtig das ist: https://www.sueddeutsche.de/kultur/aldi-tuete-das-bekannteste-unbekannte-kunstwerk-deutschlands-verschwindet-1.4103416

 
 
26
August
Science
Ich bekomme eine Klageschrift der Bahn per Post und Aufnahmen von ihren Überwachungskameras per Mail. Ich soll bestätigen, dass ich ich bin. Was mir zur Last gelegt wird? Ich hätte die Scientology-Rasterfahndung auf einem Bahnhof umgangen. Man hätte 98% der Anwesenden befragt, ich sei irgendwie in einen Zug geschlüpft. Nicht mein Problem, denke ich. Eher meine Leistung.

 
 
24
August
Wahrnehmen?
Warum ist es immer ein Thema, ob Kinder ihren Eltern oder Verwandten ähnlich sehen? Wollen Eltern wirklich in ihren Kindern weiterleben, was viele behaupten, sich selbst aber dabei ausschließen? Es ist wohl viel einfacher: Wahrnehmen heißt vergleichen und damit Ähnlichkeitsbeziehungen herstellen. Nur so charakterisieren wir Dinge (Menschen sind in diesem Sinn Dinge). Daher sind Ähnlichkeitsbehauptungen immer interessantes Smalltalkthema, man sieht so, wie der andere wahrnimmt. Also besser als das Wetter, was ja objektiv ist. Oder der endende Sommer, der irgendwie immer Thema ist. Wahrscheinlich weil er so viele in ähnliche Stimmung versetzt.

 
 
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Last update: 16. Jan, 09:56
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