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17
Oktober
Wenn Bahnfahren schon nicht geil ist, Gewitter sind es. Immer wieder und besonders in alten Hotels, alleine, in fremden Ländern. Yeah!

 
 
Reisen
Bahnfahren ist ein sanfter Genuss. Eisenbahnfans, die exzessiv und um des Fahrens selbst willen im Zug sitzen, bleiben mir unverständlich - Bahnfahren ist doch nicht geil oder so. Es ist aber schön, besonders in alten IC-Zügen, mit Menschen und Gesichtern, die in Flugzeugen weder sitzen noch einem gegenüber sitzen. Die Weite des Landes lässt sich auch besser von unten erfahren, man sitzt bequemer, kann herumgehen. Die schönsten Sonnenauf- und untergänge sieht man aus Zügen und die bunteste Kleidung tragen die Niederländerinnen, die brauchen keinen American Apparel-Quatsch.

[Meine Abneigung gegen Bindestriche habe ich aufgegeben]

 
 
15
Oktober
Erinnerungen
Zärtliche Entdeckung zuvor niemals wahrgenommener Details bei der Rückkehr zu Orten, die einstmals Lebensmittelpunkte waren. Ansichten, Bewegungsabläufe, Muster, die wie von alleine abliefen und erst jetzt in der Erinnerung zu etwas Besonderem werden. Schön, dass die Schärfung der Sinne schon einsetzt, bevor man einen Ort verlässt. Erinnerung ist antizipierbar.

 
 
14
Oktober
Unintendierte Effekte von Froschfilms Handlungen
Froschfilm hat einmal begonnen, die seltsamen Effekte meiner Handlungen aufzuzählen. Lieber spät als nie will ich nun also auch endlich mal aus dem Nähkästchen plaudern.

Heute also:

Froschfilm und das Deodorant-Spray

Als guter Schwabe legt Froschfilm beim Einkauf seiner Pflegeprodukte sehr viel Wert auf das Preis-Leistungsverhältnis. So kauft er sich das billigste Deo im Discounter mit dem scheußlichsten Design aller Zeiten (nackte stark verpixelte Frauenschulter vor türkisem Hintergrund) und wundert sich anschließend darüber, dass das Zeug leider auch genauso furchtbar riecht, wie es aussieht. Da es aber trotzdem weg muss und Druckbehälter bekannterweise nur vollständig entleert entsorgt werden sollten, benutzt er es nun alternierend mit meinem.

Schon einmal hat mich Froschfilm mit einem Deo fast vergiftet, als er auf die grandiose Idee kam, davon ausgiebig in einem Zelt Gebrauch zu machen.

 
 
13
Oktober
Zwangsspaß
Bemerkenswerterweise sind Gespräche, die sich für mich extrem gezwungen anfühlen von außen betrachtet wahrscheinlich amüsanter und intelligenter, als diejenigen, bei denen ich mich wohlfühle. Erzwungene Originalität ist möglich und gelenkte Spontaneität kein Paradoxon.

 
 
12
Oktober
Anderswo
Die Wahl des Arztberufs ist leicht zu erklären. Niemand wundert sich, wenn jemand Arzt wird. Mir ist sind Ärzte unheimlich und unverständlich (Allerdings nur theoretisch, praktisch sind sie meistens klug und sympathisch!). Ärzte sind Menschen, die sehr genau wissen, was sie wollen (Menschen helfen) und dafür bereit sind Höllenqualen an stupider Auswendiglernerei sowie Duckmäusertum vor rigiden Hierarchien auf sich zu nehmen, um mit schlechter Perspektive unter ungünstigen Bedingungen einen intellektuell eher anspruchslosen Job auszuüben, für den man allerdings die besten Abiturnoten benötigt. Das ist verstörend und beneidenswert.
Ähnlich könnte man allerdings bei der Kinderfrage argumentieren: Kinder sind teuer, extrem anstrengend und die Perspektive ist vollkommen ungewiss. Verstörend, dass doch so viele Menschen Kinder möchten.

 
 
10
Oktober
Gleichstellung
Wie weit wir noch von einer echten Gleichstellung der Frau entfernt sind, sieht man am besten am Verhältnis der Zahlen männlicher Frauenärzte/männliche Geburtshelfer. Kreißsaalführungen sind ansonsten angenehm pragmatisch.

 
 
09
Oktober
Nie verstanden
Ich schaff' ja nur ganz kleine Einträge, zur Zeit. Diesmal wundere ich mich über die Stabilität meiner Verwunderung über den unverständlichsten Werbeslogan, den ich kenne. So what, says Red Zac.

[Außer Tiernahrung]

 
 
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Last update: 12. Mai, 09:51
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