letzte Kommentare: / "finanzielles Mitleid"... damals / So wird es oft gesagt,... froschfilm / Das Problem ist... damals


31
März
Nett, intelligent und lustig
Das abgeschmackte der Künstlerszenigkeit, die immergleichen Bandbilder, das angestrengte Künstler-Sein-Wollen, das nicht-spielerische, zwanghafte Mitmachen- Wollen, im Gegensatz zur Schaffensfreude. Da scheint es mir fast originell, eine Familie zu gründen und einfache Arbeit zu suchen, dabei wäre Originalität doch eigentlich eine Aufgabe für Künstler. Natürlich sehen das alle Berliner und diese Form der Kritik ruft vielleicht gerade noch durch Überdehnung ein Lächeln hervor, nervt aber ansonsten auch. Zumindest auf deutsch. Ausländer dürfen so schreiben. Über Sex kann man nur auf englisch singen.

 
 
30
März
Diskussionen
Oft wird geschimpft über dumpfe Leserbriefe und dumme Forumseinträge. Ich bin meistens beeindruckt von der argumentativen Kraft, die dort für scheinbar belanglose Themen aufgeboten wird. Die kreuzdummen oder kreisbelanglosen Kommentare überlese ich und an Orten, wo sie die Mehrheit bilden, halte ich mich nicht auf. Youtube-Videos oder Modeblogs sind solche Beispiele. Das hier ist dagegen faszinierend. Diese Grundsätzlichkeit! Diese Verve! Das Argumentative! Das Persönliche!

[via Coccinella]

 
 
29
März
Schlau
Coccinella bemerkt, dass "süß" sehr oft mit "dumm" gleichzusetzen ist.

 
 
28
März
Polemik
Joschka Fischer beeindruckte mich vor vielen Jahren mit dem Satz "Polemik muss sein, bei diesem wichtigen Thema!". Damals wartete ich auf eine Erklärung, heute weiß ich, wie wichtig Witz in Argumentationen ist. Fast glaube ich, es dient der Sachlichkeit, polemisieren zu können.

 
 
27
März
Backen
"Später in unserer Sendung Autos, Boote, Motorräder - Verbraucherrecht und Backen." Da wurde ja ganz geschickt ein Hausfrauenthema untergebracht.

 
 
26
März
Stern TV lesen
"Ich sollte besser nicht zugeben, wenn ich etwas aus dem Fernsehen weiß, sondern lieber sagen, ich hätte es gelesen."
Minuten später:
"Das hab ich bei Stern TV gelesen!"

 
 
25
März
Grußformeln

Weil mir diese gründliche Analyse so gefallen hat, habe ich mir das Hirn zermartert, ob mir nicht auch irgendein neuer Formulierungstrend auffallen könnte. Das ist ganz schön schwer, wissen Sie, auf Befehl fällt einem nämlich nichts auf. Alberne Schilder wollte ich nicht durchgehen lassen, das sind ja keine Trends. (Höchstens der Trend, dass alle Preise plötzlich "fair" sind, aber darüber schrieb ich schon.) Nach langem und beschwerlichem Grübeln habe ich tatsächlich einen Trend gefunden und weil die wilden Assoziationen nicht sprießen wollten, bleibt's beim Grüßen: Seit ungefähr zwei Jahren, beginnen eher konservative Zeitgenossen (Zeitgenossen? Mitbürger? Menschen?) ihre Mails nur mit dem Vornamen des Adressaten und einem Doppelpunkt. Das ist doch eine Unfreundlichkeit, über die man sich viel eher aufregen könnte, als über Liebesbezeugungen, wenn man sich denn überhaupt aufregen will. Lieber soll man sich freuen, weil freuen schön ist und ärgern doof, sagte jemand von der Chaussee der Enthusiasten.

 
 
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Last update: 16. Jun, 12:39
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