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14
April
Zeit
Umberto Eco saß draußen in einem Straßencafé, ich fotografierte ihn mit meinem Telefon, aufgrund des Digitalzooms war er kaum erkennbar. Später traf ich ihn beim Baden in einer Plansche, fasse mir ein Herz und frage, was seine These sei, wann Zeit wichtig würde. Er spricht hervorragend deutsch, doch theoretisiert mir etwas zu wild. Meinen hochoriginellen Punkt, Zeit würde dann wichtig, wenn man wenig hätte, kann ich nicht mehr machen. Eine Gruppen von Herren in dunklen Wolljackets schreitet heran und bittet den "Herren Philosophus", wie sie sich ausdrücken, zum Aufbruch. Eco folgt ihn, dreht sich jedoch noch einmal um und nestelt umständlich eine Kamera aus der Tasche, die eher wie ein Diaprojektor aussieht. Er drückt ab und lächelt verschmitzt, um seine Verschrobenheit wissend.

 
 
12
April
Rekursion
Dass die Musikzeitschrift "Rolling Stone" regelmäßig den Bob Dylan Song "Like a rolling stone" zum besten Rocksong aller Zeiten kürt.

 
 
12
April
Demokratie
Die Freude, wenn Demokratie, oder auch nur, wenn Institutionen funktionieren. Wenn Menschen, die sich niemals anfreunden würde, die auch kein Bier miteinander trinken würden, freundlich und konstruktiv miteinander reden und diesen Aspekt an sich mögen. Natürlich auch irgendwie abstoßend, wenn sie sich selbst zustimmend zunicken und sich zu verstehen geben "wir verstehen uns", oder eben auch "wir sind die Vernünftigen".

[Elternvertretung]

 
 
11
April
Passiv-aggressiv
Dieses Wort "passiv-aggressiv" macht mich aggressiv und zwar aktiv. Hat mir noch keiner erklären können, wie man oder etwas aggressiv und passiv zugleich sein kann. Irgendwie ist damit sowas wie "milde aggressiv" oder irgendwie hintenrum aggressiv gemeint. Bestimmt aber nicht passiv.

 
 
06
April
Cola und Salzstangen
Das Hausrezept meines Vaters gegen Magen-Darm Probleme (Cola trinken und Salzstangen essen) hat mehrere Vorteile: Es gibt eine glaubwürdige Wirkungsgeschichte (Zucker lockt die Bakterien an, Salz tötet sie), es schmeckt und lässt sich wunderbar nebenbei konsumieren. Es komme bitte niemand und hinterfrage die Wirkungsgeschichte wissenschaftlich! Der Placebo-Effekt wäre dahin! Der Nebeneffekt, dass ich mir erlaube Flaschenweise zuckrige Cola zu trinken und dabei gleichzeitig das von der Gesellschaft auferlegte Gefühl zu haben, Gift in mich zu kippen, gleichzeitig aber, qua Hausrezept, etwas für meine Heilung zu tun.

 
 
05
April
Lebenskunst
Es braucht schon Italiener und Spanier, um mir mal zu zeigen wie Lebenskunst und Entspannung und Genuss geht. Bei denen bin ich ja der Depp, da kann ich nur mitmachen und zuschauen, was passiert. Und es passiert dann Entspannung und Genuss, weil ich gar nichts mehr bestimmen kann. Nach 2 Tagen ist mir das dann allerdings wieder zu langweilig und mich dürstet nach ein wenig Stress.

 
 
01
April
Barcelona
Da bin ich nun, ich armer Tor, in Barcelona und es kübelt wie aus Schütten.

 
 
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Last update: 29. Apr, 08:57
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