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... neuere Stories
09
November
Freund vom Genitiv
Ich liebe das Spiel mit Genitiven, Apostrophen und Buzzwords in diesem Satz:
"Zu den Gründen des Auses findet sich auch ein Satz in Alex' Posting: ?Aus mehreren Kundengesprächen wurde deutlich, dass es sinnvoll ist, Carbon Accounting und eine ESG-Lösung eng zusammenzuführen und die Software in das Trust-Intelligence-Ökosystem von Onetrust zu integrieren."
07
November
Fit, dass es nervt
Meine Motivation und Aufgeräumtheit am frühen Morgen nervt mich ja fast schon selbst. Wie muss es erst meinen Mitmenschen gehen?
05
November
Was können Ausstellungen?
Warum geht man in Ausstellungen? Man möchte etwas sehen, fühlen und lernen und dabei einen Ausflug machen. Gemeinsam. Sonst könnte man ja ein Buch oder eine Wikipedia-Seite lesen. Ausstellungen funktionieren, wenn sie Kontext liefern, eine nachvollziehbare Struktur haben und beeindruckende Exponate.
In einer Ausstellung zum Beginn des Universums konnte das alles nur schiefgehen. Die Texte waren für Wissenschaftler zu falsch und für Laien zu unbefriedigend. Wildes Anreißen von Fachbegriffen und Darstellung der kosmischen Maßstäbe führt nur zu einem Gefühl der Verwirrung. Diese Ausstellung steigert die Unklarheit und macht mich ganz wuschig im Kopf. Wenn Unklarheit, dann bitte Kunst. Sowieso Kunst. Die funktioniert in Museen, auch ohne Erklärung, Struktur und Kontext.
03
November
Toxische Positivität
Ob mich die deutsche Reimachse mit ihrem Nicht-Hit "100% positiv" in meiner Jugend so sehr beeinflusst hat, dass ich jetzt unfähig bin Schlechtes zu erkennen und benennen? Den ganz groben Hass vermeide ich, aber dass es ihn gibt ärgert und wundert mich nicht, ich halte das für normal und unausweichlich - in anderen Ländern und zu anderen Zeiten war es auch nicht besser. Mit so ner Einstellung werd ich alles überleben!
02
November
Ichichich
Verkleidungen die ich trage spüre ich immer weniger. Ein schöner Anzug, eine Robe, ein ehrwürdiges Gerichtsgebäude, ja sogar ein schwerer Ritterhelm auf meinem Kopf - ich kann das zwar bemerken, aber ich empfinde es nicht. Ich bin ich und das ist vielleicht gut so, aber vielleicht auch etwas zufrieden langweilig.
31
Oktober
Wetterpassung
Halloween und es zieht neben den aufwändig verkleideten Kindern auch ein äußerst kleidsamer Großstadtnebel durch die Stadt. So einer, der sofort nach Agentenfilm und bösen Sowjets aussieht, die Autos werfen Linien voraus, Spinnenweben an den Laternen glitzern.
30
Oktober
Klischeetage
Ein Tag in München: Ordentliche Aufgeräumtheit auch der Menschen. Man arbeitet. Was man macht ist eigentlich egal, man kann es sich gut gehen lassen, kauft Grundstücke, baut Häuser am See. Es herrscht eine bräsige Ruhe auch an einem warmen Sonntag drängt man sich nicht in der Stadt. Ankunft Berlin: Ein Hetzen, Schieben und Drängen. Ohne erkennbaren Grund muss geeilt werden, die Tram vollgestopft bis zum Rand, der Mauerpark überquillend an Menschen und verqualmt von den Grillierenden. Ich mag es hier eigentlich, man sagt mir oft ein unnötig erhöhtes Aktivitätsniveau nach. Chillen stresst mich eher. Aber heute war irgendwas zu viel und es war nicht nur meine Müdigkeit die diesen Eindruck erzeugt hätte.
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