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... neuere Stories
16
September
Berliner Schule
Yella war spannend und gut. Aber ich mag keine Filme mehr, denen man so deutlich ansieht, dass sie "gut" sind. Realistische und simple Einstellungen, messerscharf beobachtet, kein Pathos und kein Bild zu viel, dafür die verwendeten Einstellungen immer ein paar Sekunden zu lang. Absichtlich, natürlich! Dazu kommen einige Anspielungen und Zitate, sowie hinreichend komplexe Figuren. Das alles ist schön und gut, aber ich will lieber ein bisschen Hollywood-Pomp und dafür auch mal überrascht, ja sogar überrumpelt werden. "Kiss, Kiss, Bang, Bang" will ich. Der beste Film der Berliner Schule war: "Die fetten Jahre sind vorbei". Zu einem guten Film gehört nämlich Witz, eine gewisse Glaubwürdigkeit und eben auch ein gelungenes Ende. Sommer vorm Balkon war irgendwann einfach rum. Das war Absicht und hatte Sinn, aber man macht es sich eben zu leicht damit. Besser als ein mieses Ende ist natürlich gar keins. Aber richtig gut ist gar keins eben nicht.
Zu Yella konkret: Hotelzimmertüren stehen nicht ständig offen. Männer lauschen auch nicht mittags an Hoteltüren von Frauen, die sagen, sie würden arbeiten. Frauen die aus ihrer ostdeutschen Heimat fliehen, sind sowieso ganz anders, glaube ich. P.S.: Coccinella hatte gerade ein großartige Idee für ein wichtiges Problem. In Zukunft wird sie Shampoos, die sie nicht mag, bei Leuten vergessen. Alternativ kann man auf Flügen auch sein Handgepäck damit vollstopfen.
15
September
Zahnputzproblem
Ein Kollege ärgerte sich kürzlich über "Zahnputzprobleme". Er meinte damit Dinge, die keinen Spaß machen, aber eben getan werden müssen. Das schien mir ein außergewöhnlich untreffender Begriff, denn Zähneputzen ist mir nahezu ein Hochgenuss.
14
September
Soundtrack
Hören Sie Musik und gehen Sie einkaufen! (nicht joggen!) Sehen Sie in die Gesichter, entdecken sie Pärchen, glückliche Gesichter, ratlose Personen. Welche, die nur Toilettenpapier kaufen. Denken Sie nicht, greifen sie zu, ohne Einkaufszettel. Leben Sie für ein paar Minuten ihr eigenes Musikvideo, wenn es MTV schon nicht mehr gibt. Singen Sie im Geiste mit, bewegen Sie die Lippen! Tanzen Sie ein paar angedeutete Schritte, oder gehen Sie nur im Rhythmus, wenn Sie sich nicht zu tanzen trauen! Das machen Sie schon lange? Warum sehen Sie dann nicht so aus? Warum hören Sie alle Musik mit Ihren ipods, ohne dass man Ihnen etwas ANSIEHT?
13
September
Mensch
Die Tatsache, dass man vieles eben doch nicht mit Statistik und Zahlen erfassen kann. Dass man eine feine Nase braucht. Die Unerklärlichkeit. Das Reden von Generationen und Völkern.
12
September
Schaffenskrise
Das Gefühl der absoluten Unfähigkeit, Texte produzieren zu können. Selbst die eigenen Sätze von vor fünf Minuten scheinen mir so, als hätte ICH sie niemals formulieren können. Sowas nennt man wohl Schaffenskrise - ein Wort das ich mich bis dato geweigert habe auf mich zu beziehen. Jetzt ist auch diese Schranke gefallen. Ich bin endlich da, wo ich mich seit Jahren perverserweise hingewünscht habe: Beim Scheitern. Doch ich wäre nicht ich und dieser Blog nicht der Froschfilm, wenn ich jetzt nicht anfügen würde, dass es in Wahrheit gerade wieder geht.
Schenkel du Ciel
Wenn ich Geschichten erzähle, haben sie selten eine Pointe. Irgendwann muss ich dann immer grinsen und sagen "das wars!" um klar zu machen, dass kein Witz zum Schenkelklopfen mehr kommt. Anderen Leuten geht das nur so, wenn sie versuchen, die Absurdität eines eher unbekannten Monty Python Sketches zu erklären.
11
September
Leicht
Es ist viel leichter Verisse zu schreiben, als etwas, was man sehr mag zu loben. Allerdings, da hat Georg Kreisler recht, sind Verisse oft viel unterhaltsamer zu lesen. Erstens kann der Autor richtig derb werden und zweitens hat der Leser nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Dies kann höchstens passieren, wenn der Verriss dermaßen auf die Pauke haut, dass das Objekt der Kritik schon wieder interessant wird. (wie vermeidet man "dass das"?) So z.B. hier.
Drittens besteht bei Preisungen die Gefahr, dass der Leser enttäuscht ist, wenn er das Gepriesene zu sehen, hören oder schmecken bekommt. Drei ist die Zahl.
10
September
Gewaschen
Trotz meines Aushangs vergaß der Mitbewohner, dass es sich bei der Rita um mein Klapprad handelt. Ihn störte das "verrostete Teil" vor unserer Haustüre und so beschloss er kurzerhand es auseinanderzunehmen und die Einzelteile gründlich zu waschen. Heute morgen entdeckte ich ein Schutzblech in unserer Küche und als ich genauer hinsah - lag da nicht der zusammengeklappte Rahmen auf dem Schrank? Ohne Räder war er kaum zu erkennen und so hatte ich ihn die letzten Tage wohl übersehen. Doch inzwischen war alles getrocknet und die Rita konnte wieder zusammengebaut werden. Leider nicht.
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